Um 12:30 war Besammlung im Humbelhaus. Festlich gekleidet und grösstenteils mit Sonnenbrillen bestückt, warteten wir auf weitere Informationen. In der Zwischenzeit teilten wir uns in Fahrgemeinschaften auf. Wie uns kurz nach der Abfahrt bewusst wurde, gibt es sehr viele Wege nach Oberlunkhofen. Lustigerweise trafen allerdings alle ziemlich gleichzeitig auf dem Festgelände ein. Als erstes verstauten wir unsere Instrumente und Kittel im Instrumentendepot und erkundeten sogleich mal den Weg zur nächstgelegenen Getränkeausgabe. Um 14:07 waren wir mit Einspielen dran. Der Vizeammann von Oberlunkhofen begrüsste uns in Begleitung einer charmanten Ehrendame und wünschte uns viel Erfolg. Wir stimmten die Instrumente akribisch genau und Matthias „versorgte“ uns noch mit einer Kurzversion der wichtigsten Sachen, welche es zu beachten gab. Dann war es soweit – die Verschiebung in den Konzertsaal stand bevor. Ein kleines Bisschen aufgeregt warteten wir auf der Treppe auf das Kommando „Bühne frei“. Als wir Platz genommen hatten, konnten wir unter den Zuhörer und Zuhörerinnen einige bekannte Gesichter ausmachen, was uns zumindest für den Moment beruhigte. Nach dem Choral 58 waren wir bereit. La Storia von Jacob de Haan stand auf dem Programm.

Filmmusik wird im Normalfall zu einem bereits bestehenden Ablauf geschrieben. Dass es anders herum auch geht, beweist Jacob de Haan mit dieser Komposition. Das Werk ist vor allem für kreative Musiker und Zuhörer bestimmt. Denn für einmal dürfen Sie ohne Beeinflussung durch den Kommentar des Komponisten Ihre eigene Geschichte zu der Musik denken (oder natürlich schreiben). Wir meisterten die schwierigen Passagen gekonnt und der Schlussapplaus zeigte, dass es wohl auch den Gästen gefallen hatte.

Wir hatten die einmalige Möglichkeit, alle zusammen an der anschliessenden Besprechung mit der Jury teilzunehmen. Gespannt lauschten wir den Ausführungen des Jurors. Wir ernteten durchaus eine positive Bewertung.

Wir verstauten unsere Instrumente wieder im Depot und machten uns auf zum offerierten Apéro. Erleichterung war schon zu spüren, jedoch stand die Marschmusik noch auf dem Programm. Zum ersten Mal unter der Leitung von Matthias Dick und zum ersten Mal ohne Trillerpfeifen-Kommando – vielleicht ein bisschen viel von zum ersten Mal. Angespannt reihten wir uns in die eingeübte Formation ein und warteten auf den Juror. Dann ging es los – Musikgesellschaft Egliswil – Over and Out – Marsch mit Tambourbeginn – vorwärts – Marsch!

Wir bewegten uns einigermassen souverän auf der kurvenreichen Strasse und am Schluss hiess es 76.5 Punkte. Kein Glanzresultat aber wir dürfen stolz sein auf unsere Leistung. Schliesslich zählt ja an einem solchen Musiktag auch der Gedanke „Dabei sein ist alles“.

Bei einem Zvieri in der Festhütte lauschten wir den Worten von Pascale Bruderer und Roman Schmid, welcher sämtliche Ehrungen vornahm. Nachdem auch unser Fähnrich wieder an unseren zugewiesenen Platz zurückgekehrt war, machten wir uns auf Richtung Egliswil, aber natürlich nicht, um vorher noch ein Glace, gebrannte Mandeln oder Rebsteckenwasser zu konsumieren.

Herzlichen Dank an Alle für Ihren Einsatz, sei es als aktive MusikantInnen, Dirigent, Fähnrich oder als ZuhörerInnen und Fans!

Die nächste Möglichkeit, die Musikgesellschaft in Action zu sehen, bietet sich am 02.07. im Winkel am Sommerständchen und am 01. August bei der offiziellen Augustfeier der Gemeinde.