Stäfa hat eine turbulente Saison 2017/18 hinter sich, mit Trainerwechsel und Verletzungen im Kader und dem geplatzten Traum für den Aufstieg in die NLA. In der begonnenen Meisterschaft sind die Gelb-Schwarzen aber verlustfrei gestartet. Herausragend ist dabei Philipp Seitle, Topskorer und Spielmacher. Der 32-jährige Deutsche erzielte zehn Treffer gegen Möhlin.

Die Startminuten gehörten aber den Fricktalern: Mit Treffern von Patrik Vizes, Jonathan Ulmer und Sebastian Kaiser führten sie nach drei Minuten mit 3:1. Danach stolperte Yannik Lang unglücklich über seine eigenen Füsse und riss auch Stäfas Ramon Schlumpf zu Boden. Die Szene bescherte Möhlin die erste Zeitstrafe und für Stäfa die nächste Torchance vom Siebenmeterpunkt aus. Im Gegenzug verhedderte Möhlin den Ball und Stäfa erzielte den Ausgleich (5.).

Tore im Sekundentakt

Nach ausgeglichenen Minuten ging es Schlag auf Schlag weiter, Tore im Sekundentakt auf beiden Seiten. Für Möhlin liess sich Maurice Meier nicht aus dem Konzept bringen und traf und auch Sebastian Kaiser tankte sich erfolgreich durch. Nach dem 6:6 durch Patrik Vizes erhöhte Stäfa das Spieltempo und bei Möhlin schlichen sich fatale Minuten ein. Seine Bälle flogen übers Tor oder direkt in die Arme des gegnerischen Keepers. Schnell zog das Heimteam davon und erarbeitete sich den Vier-, Fünf-Tore-Vorsprung nach einer Viertelstunde.

Möhlin tat sich schwer, in die Spur zu kommen, während sich Stäfa, getragen vom euphorischen Heimpublikum, perfekt inszenieren konnte. Die Auswärtsfans hofften aber, dass ihr Team den Faden nicht gänzlich verlieren würde. In der 20. Spielminute traf Stäfas Spielmacher zum 15:8 und liess sich feiern. Toll, dann das Kreis-Tor von Maurice Meier.

Der gefürchtete Bruch im Spiel blieb aus

Aber die Freude darüber dauerte ganze elf Sekunden, da traf Lukas Maag erneut für das Heimteam. Rückraumspezialist Vizes verpasste seine nächsten Chancen und so lag Stäfa in der 22. Minute mit 16:9 vorne. Aber der gefürchtete Bruch im Spiel der Möhliner blieb aus und das ist ihnen hoch anzurechnen.

Zwar resultierte nach einem wahren Torfestival auf beiden Seiten bis zur Pause ein Minuskonto von sechs Treffern, aber es hätten durchaus noch mehr sein können. Für Möhlin setzten sich nämlich Manuel Csebits, Patrik Vizes und erneut Meier souverän durch und bremsten damit die übermotivierten Gastgeber. Aber der eingefangene Rückstand blieb zur Pause Tatsache.

Unkonzentrierte Phasen dominierten

Die zweite Spielhälfte gestaltete Stäfa weniger tempobetont und Möhlin hätte durchaus Möglichkeiten gehabt, um wieder zurückzukommen. Aber symptomatisch für die heutige Partie wurde der Torhüter im Gegenstoss zur Zielscheibe oder gelangte der Ball zu leichtfertig in die Hände des Kontrahenten, was Stäfa mit schnellen Toren bestrafte.

Zwar folgten beeindruckende Tore der Angereisten, aber die unkonzentrierten Phasen dominierten, was schlussendlich die Aufholjagd zunichtemachte. In der Defensive fand man an diesem Freitagabend zudem auch nicht das richtige Rezept gegen ein entfesseltes Stäfa, das den Schwung aus seiner guten ersten Halbzeit bis am Ende durchziehen konnte.

Bester Werfer beim TV Möhlin war übrigens Sebastian Kaiser (10), gefolgt von Maurice Meier mit acht Zählern. Sie überzeugten auch mit ihrer Einstellung, immer weiter zu kämpfen und das Bestmögliche herauszuholen.