Die Grünliberalen Rohrdorferberg hielten am Freitag, 4.3.2011 im Rest. Roter Löwen in Oberrohrdorf ihre erste Mitgliederversammlung des Jahres 2011 ab. Die Hauptthemen bildeten das Projekt Windenergie Heitersberg sowie die Umfahrung Mellingen.
Oliver Rohrer begrüsste die Mitglieder und führte durch die Versammlung. Nach einem kurzen Rückblick zu Beginn der Versammlung formulierte er grosse Ziele: „Der Mitgliederbestand soll sich durch das Engagement während den National-ratswahlen verdoppeln und die Grünliberalen sollen in unserer Region einen überdurchschnittlichen Wähleranteil erreichen." Diese Ziele sollen mittels Engagement der bestehenden Mitglieder und dem jungen Zugpferd und Nationalratskandidaten, Dominik Peter, erreicht werden.

Auf dem Heitersberg ein Windrad?
Die Grünliberalen unterstützen grundsätzlich erneuerbare Energien und Projekte mit Pioniercharakter. Das Projekt auf dem Heitersberg hat dennoch einigen Gegenwind erhalten und daher wollen die Grünliberalen aufzeigen, wo die Stärken und Schwächen dieses Projektes liegen. Dazu wurde an dieser Mitgliederversammlung Herr Leitlein, Präsident Förderverein Windenergie Aargau, eingeladen, welcher das Projekt den Grünliberalen vorstellte. Die Grünliberalen sehen hinter dem Projekt eine grosse Chance für den Forschungs- und Energie-Kanton Aargau. Das an der FHNW im Studiengang Energie- und Umwelttechnik vermittelte Wissen kann regional angewendet und genutzt werden, sodass Studienabgänger in der Region anspruchsvolle neue berufliche Tätigkeiten finden werden.

Energielücke füllen
Das Projekt ist sehr schnell realisierbar und wird zum Zeitpunkt der sog. Stromlücke (welche es unserer Meinung nach nicht geben wird) den Strom produzieren. Nach der 20 bis 30 jährigen Lebenszeit eines solchen Windrades kann dann auf die geothermischen Kraftwerke umgestellt werden, da diese Technik dann genügend ausgereift sein wird.
Grundsätzlich stehen die Grünliberalen dem Projekt eher positiv gegenüber und erachten es als Zeichen des Fortschritts für eine ganze Region. Das Landschaftsbild wird wohl weniger Schaden davon tragen, wie wenn weitere AKW's gebaut würden. Auch wird der Steuerzahler von den zusätzlichen Steuereinnahmen des lokalen Windkraftwerkes profitieren. Bevor aber eine Position getroffen wird, will man sich mit den Gegnern des Projektes treffen. „Die Gefahren des Projekts bringt die gut organisierte Gegnerschaft auf ihrer Webseite deutlich auf den Tisch und die Ängste der direkt betroffenen Anwohner sind unserer Meinung nach zu anzuhören", meint Dominik Peter, „daher wollen wir auch die Gegnerschaft des Projektes am 8. April 2011 anhören, bevor irgendwelche Positionen eingenommen werden."

Umfahrung Mellingen
Die Grünliberalen Rohrdorferberg sagen nein zu Umfahrung zwei, weil die geschützte Landschaft, welche in Mellingen zerstört wird von nationaler Bedeutung ist, mehr als 36 Millionen Franken für eine Verkehrsberuhigung von 250m aus-zugeben alles andere als wirtschaftlich ist und der Verkehr auf die umliegenden Gemeinden abwälzt wird. Des Weiteren wurde bei dieser Umfahrung die gesamte regionale Raumplanung vergessen. So wird der Verkehr durch die Stad Mellingen wegen der geplante 40t Brücke im Gnadenthal nicht ernsthaft die Stadt beruhigen. Auch wurden die Umfahrungen Mägenwil (Autobahnanschluss) und Fislisbach, welche Mellingen mit ihrem Projekt nicht erschliesst, in der Planung vergessen. Dies sind nur einige Gründe warum die Grünliberalen Rohrdorferberg dieses Vorhaben der Stadt Mellingen nicht unterstützen können.

Der nächste Event der Grünliberalen Rohrdorferberg findet am 8. April 2011 statt (Ort wird noch bekannt gegeben). An diesem wird Herr Märkli, IG-Windland einen Vortrag halten.