Die ersten Minuten gehörten klar dem Heimteam. Sie bissen sich in der Platzhälfte der Derendingerinnen fest. Diese hatten grosse Mühe, den Ball auf die Zürcherseite zu bringen. Das Gästeteam begann etwas nervös, es schlichen sich in der Verteidigung ein paar ungewohnte Nachlässigkeiten ein.

Nach 10 Minute klappte es dann einmal, Rebi Müller schickte Corinna Saladin mit einem Pass durch die Mitte, was zum ersten Mal zu etwas Gefahr vor dem gegnerischen Tor führte. Die Platzüberlegenheit konnte der FC Zürich jedoch nicht, nutzen um in Führung zu gehen.

Nach rund 20 Minuten hat sich die Nervosität der Derendingerinnen gelegt und sie begannen einen schönen Fussball zu spielen. Sie kombinierten sehenswert über die Verteidigung durchs Mittelfeld und waren nun klar das spielerisch bessere Team. Immer wieder wurden die Aussenläuferinnen mit Pässen «versorgt». Leider scheiterte es mit der Torauswertung.

Entweder gingen die Bälle knapp am Tor vorbei oder konnten von der Zürcher Torfrau abgefangen werden. Da fehlt den Solothurnerinnen einfach noch die Kaltblütigkeit, um ihre Chancen in Tore umzuwandeln. Das sehr unterhaltsame Spiel endete mit einem 0:0 in die Pause. Nach der Pause setzten die Gäste ihre nun immer mehr zu sehende Überlegenheit fort.

Sie kreierten Chance um Chance, leider blieb der Torerfolg aus. Zürich kam nun ihrerseits kaum mehr aus ihrer Platzhälfte heraus, sie bissen sich bereits im sehr gut harmonierenden Mittelfeld des SCD fest. Falls sie diese doch einmal überwanden, blieben sie in der Verteidigung stecken. Die wenigen Torschüsse konnte Maritz im Tor mühelos zu nichte machen.

Das für die Zuschauer sehr unterhaltsame und auf hohen Niveau stehende Spiel neigte sich dem Ende zu und man fand sich mit einem 0:0 ab. In der 80. Minute kam dann noch etwas Hektik auf. Eine schöne Kombination des SCD über Aussen fand in der Mitte Corinna, die sich ein Herz fasste und aufs Tor schoss.

Der Ball prallte vom rechten Pfosten an den linken Pfosten und schlussendlich konnte die Zürcher Goaliefrau den Ball auf der Torlinie blockieren. Dies wäre die hochverdiente Führung gewesen.

Nur wenige Minuten später kamen dann die Züricherinnen vors SCD Tor, mit einem Sonntagsschuss am Samstag aus über 25m fand der Ball den Weg via rechten Pfosten, unhaltbar für Maritz, in Netz…. So ging der FC Zürich etwas unverdient 1:0 in Führung. So bitter kann Fussball sein.

Die Solothurnerinnen warfen nun alles in den Angriff. Die Torhüterin und eine Innenverteidigerin gingen mit in den Sturm. So versuchten sie das Spiel doch noch auszugleichen, was ihnen trotz intensiven Bemühungen leider nicht gelang.

Die der Kälte trotzenden Zuschauer sahen ein interessantes, hochstehendes Spiel, bei dem die junge Mannschaft aus Solothurn zeigte, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Dass dieses Spiel verloren ging, war sicher Pech, aber auch fehlende Cleverness und Effizienz bei den eigenen Torchancen. Die Fussballweisheit «Wer die Tore nicht macht, bekommt sie», erwies sich leider wieder mal als richtig.

Der Trainer Urs Bühler meinte zur Leistung: «Das junge Team darf auf diese starke und reife Leistung stolz sein. An der Verbesserung der Effizienz und Cleverness in der Box werden wir in den nächsten Wochen intensiv arbeiten!!»