Männerturnverein Widen

Männerturnverein Widen am und im Berg

megaphoneVereinsmeldung zu Männerturnverein Widen
Reise mit vielen Überraschungen

Pz. Die diesjährige Reise des Männerturnverein Widen hatte wieder einige Höhepunkte im Programm. Das Wochenende vom 31. August bis 1. September 2019 verbrachten wir im sehenswerten aber unterschätzten Glarnerland.

Das herrliche Spätsommerwetter machte es an diesem Samstag etwas einfacher aufzustehen. Entsprechend traf sich die muntere Gruppe gegen 07.30 Uhr auf dem Schulhausplatz in Widen. Dort stand schon der kleine Bus samt Fahrer Markus Stäuble und Reiseleiter Stefan Schwarz bereit. Auf direktem Weg gelangten wir zur Raststätte Glarnerland bei Niederurnen, wo es einen Kaffeehalt gab. Danach fuhr man weiter via Glarus nach Linthal zur Talstation der Braunwald-Standseilbahn. In wenigen Fahrminuten wurde die Höhendifferenz von 580 m bis ins autofreie Bergdorf überwunden. Oben angekommen blieb Zeit die tolle Aussicht zu geniessen oder sich am Dorfmärt mit lokalen Spezialitäten einzudecken. Bald darauf konnten einige Teilnehmer mit der Pferdekutsche zum Hotel hochfahren, während sich die übrigen Männer zu Fuss zum Hotel Tödiblick aufmachten. Hier wurde nur kurz das Gepäck in einem Zimmer deponiert bevor es für die Mehrheit auf den Panorama-Rundweg ging. Die anderen drei Teilnehmer spazierten einige Schritte hinunter zur Sesselbahn, welche sie direkt zur Bergstation Gumen bringen sollte. Derweil ging es wacker bergauf unter der Sesselbahn hindurch, über die Skipiste zum kleinen Aussichtsrestaurant Ortstockhaus. Da Markus und Andy schon vorher eine andere Abzweigung genommen hatten, bleiben nur noch 9 Männer übrig die hier eine Rast einlegten und den traumhaften Ausblick auf den Tödi genossen. Doch der Berg ruft und so ging es weiter hinauf, der imposanten Bergflanke entlang bis zum Bergrestaurant Gumen. Die Verpflegungsmöglichkeit wurde dankbar angenommen und auch zum Trinken gab es etwas. Frisch gestärkt führte der herrliche Panoramaweg leicht abwärts an Heidelbeer-Sträucher vorbei mit schöner Sicht auf den Oberblegisee bis zum Restaurant Chämistube Grotzenbühl. Leider verschlechterte sich das Wetter während der Stärkung rapide, weshalb ein Teil die Regenpause nutzte, um vorzeitig ins Hotel hinunter zu gelangen. Irgendwann nach 18.00 Uhr trafen sich fast alle zu einem Apéro an der Bar, nur Patrick musste persönlich geweckt werden! Das servierte Essen an einem extralangen Tisch mundete vorzüglich, genauso wie der Wein. Bei angeregten Gesprächen und nach ein paar geklopften Jassrunden, machten sich alle irgendwann auf, etwas Schlaf zu ergattern.

Am Sonntagmorgen erwartete uns kurz vor 07.30 Uhr ein ausgezeichnetes Frühstücks-büffet. Die Zeit drängte, musste man doch das "Bähnli" um 08.25 erreichen, um anschliessend rechtzeitig mit dem Bus zum nächsten Höhepunkt zu gelangen. An der Talstation angekommen hat sich Patrick verabschiedet, da er noch bei einem anderen Anlass eingeladen war. Mit dem Bus fuhren wir zum Ausgangspunkt Tierfehd des Pumpspeicherkraftwerks Linth-Limmern der Axpo, mit der längsten Staumauer (1050 m) der Schweiz. Doch wie sich herausstellte startete die Führung erst eine halbe Stunde später als erwartet. Dies wurde umgehend für einen Kaffeehalt genutzt, wodurch der kleine Fauxpas zu einem allseits willkommenen Stopp führte. Danach wurde die jetzt muntere Truppe zum Rundgang in dieser sehr imposanten Kraftwerksanlage begrüsst. Das „Herz“ der Anlage ist eine Kaverne so gross wie die Bahnhofshalle am Zürich HB, die über einen 4 km langen Zugangsstollen mit einer Standseilbahn erreicht wird. In der Kaverne sind die vier Maschinengruppen mit einer so gewaltigen Leistung untergebracht, dass 160 Kubikmeter Wasser pro Sekunde (doppelt so viel wie in der Limmat fliesst) in den 600 m höher gelegenen Muttsee gepumpt werden können. Dies geschieht in der Regel dann, wenn der Strombedarf tief ist, also in der Nacht oder am Wochenende. Damit fungiert der Muttsee als höchstgelegener Stausee Europas, als wertvolle Batterie und Reservoir. Umgekehrt lässt sich mit dem gestauten Wasser jederzeit der nötige Strom zur Abdeckung von Bedarfs-spitzen herstellen. Insgesamt produzieren die zahlreichen Turbinen und Generatoren der Kraftwerkanlage so viel Strom wie das AKW Gösgen, nämlich 1520 Megawatt. Die kurzweilige Führung in den kühlen Gewölben war sehr beeindruckend und machte hungrig. Mit dem Bus ging es retour bis nach Glarus, wo die Runde ein leckeres Mittagessen erwartete und auch genügend Zeit für einen gemütlichen Jass-Nachmittag und eine kleine Wanderung blieb. Am frühen Abend gelangte man, gefüllt mit spannenden Erlebnissen in der Glarner Bergwelt, auf direktem Weg wieder zurück auf den Mutschellen.

Wir richten unseren Dank an unseren Reiseleiter Stefan Schwarz, welcher eine gelungene Reise mit vielen Höhepunkten organisiert hat.

Der Männerturnverein Widen www.mtv-widen.ch trainiert jeden Donnerstag in zwei Alters-Gruppen um 19 Uhr und um 20.25 Uhr in der Turnhalle Widen, jedermann ist herzlich willkommen.

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