Wie man Kultur und Gratwege kombinieren kann hat die diesjährige Vereinsreise der Männerriege Oberkulm eindrücklich bewiesen. Ziel war die Ambassadorenstadt Solothurn mit ihrem Hausberg Weissenstein, wohin 13 bestgelaunte Männerriegler am Samstag morgen reisten

Start auf Umwegen oder es gibt verschiedene Wege, den Bahnhof Aarau zu erreichen. Nach diesem Motto trafen sich die Teilnehmer je nach Wohnlage verteilt auf den noch bestehenden beiden Bahnhöfe Oberkulm und Oberkulm Post. Während die eine Gruppe beschloss, die planmässig vorgesehene WSB-Komposition ohne einzusteigen am Oberkulmer Bahnhof passieren zu lassen, bestieg die an der Station Post wartende Gruppe die Bahn. Dank schnellem Reagieren einer Ehefrau wurde die erste Gruppe auf direktem Weg mittels Personenwagen an den Bahnhof Aarau transferiert, wo sie sich dann mit der auf der Bahn angereisten Gruppe wiedervereinten. Über die Gründe, warum die Bahn von den besagten Personen nicht benutzt wurde, legen wir den Schleier des Schweigens. Den Chronisten unter den Lesenden fällt aber sicherlich auf, dass gewisse Vorfälle eine „Tradition“ bei der Männerriege Oberkulm haben.

Besuch des Zeughauses und Stadtführung der besonderen Art

Angekommen in Solothurn wurde als erstes das neu renovierte Museum Zeughaus aus dem 17. Jh. besucht. Hier erhielten die Teilnehmenden eine eindrückliche und äusserst fachkompetente Führung durch die Jahrhunderte alte Tradition des historischen Zeughauses. Was vielen nicht bewusst war, ist der Umstand, dass Zeughäuser neben der reinen logistischen Funktion Waffen zu lagern, auch ein repräsentativer Ort war, in dem hoher Besuch empfangen wurde. Interessant war auch die Konfrontation mit früheren Zeiten, als die Eidgenossen während Jahrhunderten europaweit als Söldner gefragt waren.

Abgerundet wurde der Besuch des Museums mit einem Apéro, dem sich das Picknick auf der Riedholzschanze anschloss.

Gestärkt konnte daraufhin das Nachmittagsprogramm, eine Stadtführung der besonderen Art, in Angriff genommen werden. Unter dem Motto Heilige, Hexen, Henker und Halunken wurde man ins mittelalterliche Solothurn zurückversetzt. Nur die brennende Sonne und die am Rande der Führung lockenden Biergärten liessen einen immer wieder ins „Jetzt“ zurückgleiten.

Auf dem Hausberg Solothurns

Nach anschliessenden Sofortmassnahmen gegen die drohende Dehydration der Teilnehmer ging es nun mit der Bahn von Solothurn nach Oberdorf am Fuss des Weissensteins. Bis auf zwei unentwegte Kampfwanderer, die den Berg zu Fuss bezwangen, wurde der Aufstieg mit der modernen Weissensteinbahn in Angriff genommen. Oben angekommen, konnte im Kurhaus Quartier bezogen werden Man genoss die grandiose Aussicht über das Mittelland bis zu den Alpen und die über den Tag erhaltenen kulturellen Eindrücke konnten in Ruhe verdaut werden.

Bei einem feinen Nachtessen, abgerundet mit dem einen oder andern Getränk, liess man den Abend ausklingen und verbachte trotz umherziehender Gewitter eine ruhige Nacht.

Auf dem Grat des Juras vom Weissenstein zum Unteren Grenchenberg

Am Sonntag stand Wandern auf dem Programm. Gut gestärkt nach einem ausgiebigen Frühstück ging es auf dem Planetenweg. Der Planetenweg, der am Kurhaus Weissenstein startet und am Grenchenberg endet gibt unser Sonnensystem im Massstab 1:1 Milliarde wieder. Neben den angeschriebenen Planeten gab es zwischendurch auch angeschriebene Häuser, in denen die Wanderer ihren Durst löschen konnten. Pünktlich zur Mittagszeit wurde das Bergrestaurant Althüsli erreicht, wo ein herrliches Steak mit Beilagen auf uns wartete. Nach der Mittagsrast ging es über die Stallflue dem Juragrat entlang zum Oberen- und schliesslich zum Untern Grenchenberg. Von dort wurde mit dem Linienbus der Bahnhof Grenchen Süd angefahren, von wo wir mit der Bahn den Rückweg antraten.

Dreizehn zufriedene Oberkulmer wieder zurück

Pünktlich um 19:00 Uhr traf die Männerriege wieder in Oberkulm ein. Eine erlebnisreiche Reise mit einigen Höhepunkten lag hinter den Teilnehmern. So bleibt an dieser Stelle nur noch dem Organisator und Reiseleiter Christian Berger ein recht herzliches Dankeschön auszusprechen. Man darf sich heute schon freuen auf das, was im nächsten Jahr kommen wird!

29.8.2016 mk