Musikgesellschaft

Konzert in der Kirche Schneisingen

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Musikgesellschaft spielte Stücke auf Grossbritannien und Irland

Vor vollbesetzten Rängen begrüsste der Präsident Josef Lehmann die Besucher zum diesjährigen Konzert in der Kirche. Die Musikgesellschaft hatte sich dafür Stücke aus Grossbritannien und Irland ausgesucht. Elfriede Bräm war es dann, die in ihrer gewohnt charmanten Art durchs Programm führte und so begrüsste sie die Zuhörer mit: „Good evening, ladys and gentlemen, welcome to the concert of the Schneisinger musiciens." Der bewährte, musikalische Leiter Stefan Marti erhob den Dirigentenstab und eröffnete das Konzert mit dem „march and largo" des berühmten englischen Barockkomponisten Henry Purcell. Die volle Klangvielfalt des Blasmusikkorps erfüllte imposant die Kirche beim Marsch, währendem das „largo" gefühlvoll getragen durch den Raum hallte. Percy Aldrige Grainger, ein scharfsinniger Sammler verschiedener irischer Volkslieder schrieb das bestbekannte „Irish Tune from County Derry", welches die Musikanten wunderschön interpretierten, genauso wie die von Ralph Vaughan Williams komponierte „English Folk Song Suite". Das Werk - dreigeteilt in „Seventeen Come Sunday", „My Bonny Boy" und „Folk Songs from Somerset" besticht durch seinen subtilen Charme und die bemerkenswerte Originalität, dem die Musiker bestens Rechnung trugen. Der traditionelle, irische Jig, den man sich als Stepptanz vorstellen kann, wurde durch die spritzig pfiffig wirkenden Flöten und Klarinetten bestens wiedergegeben. Die dynamischen Differenzierungen, das Wechselspiel zwischen den solistischen Passagen und den Tutti-Stellen kamen sehr schön zur Geltung und gefiel ausge-zeichnet. Ebenso bekannt ist das Stück „The Irish Washerwoman" von Leroy Anderson. Man stelle sich ein Waschhaus vor, zu einer Zeit als noch von Hand gewaschen wurde. Die Frauen des Ortes treffen sich zum Waschen ihrer Wäsche. Ob dem Komponisten die Geräusche der Waschbretter oder das Mundwerk der Damen beim gegenseitigen Erzählen der neuesten Wahrheiten und Gerüchte mehr inspirierte, ist nicht bekannt. So wie das Stück von den Schneisingern gespielt wurde, konnte jedermann seiner Fantasie freien Lauf lassen. Originell, abwechslungsreich, locker, es herrschte auf jeden Fall eine fröhliche Atmosphäre in dieser Waschküche. Einen besonderen Leckerbissen bot das nächste Werk. „Highland Cathedral", das von allen schottischen Pipe-Bands gespielt wird. Es zählt zu den bekanntesten Dudelsackmelodien der Welt. Der sonst von einem Solo-Dudelsack gespielte Part übernahm Deborah Niederer mit ihrer vollen, warmen Stimme, wunderbar begleitet vom Musikkorps und endend mit einem fulminanten Finale. Mit dieser Nummer ist ihnen ein grosser Wurf gelungen. - Die Schneisinger Musikanten durften sich allerdings nach ihrem ausgezeichneten Konzert nicht ohne Zugaben verabschieden. Auch nach dem „Jerusalem" von Parry verebbte der tosende Applaus noch nicht und das Publikum kam nochmals in den Genuss der Stimme der jungen Sängerin und den Tönen der Musikanten.
Der draussen bereitgestellte Glühwein und der Lebkuchen, organisiert vom Kirchenchor, waren den vielen Zuhörern willkommen. Es wurde diskutiert, geschwatzt und gelacht, aber alle waren sich einig, ein besonderes Konzert erlebt zu haben. (ibr)

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