Der Beginn der Partie liess sich noch recht gut an: Torhüter Marco Wyss zeigte gleich eine Reihe starker Paraden, die von seinen Vorderleuten in schöne Tore umgemünzt wurden.

Die SG Wädenswil/Horgen ihrerseits suchte ihr Glück in Tempo und Durchbrüchen und gewann damit langsam, aber sicher die Oberhand. Die zwar offensiv aufgestellte, dafür aber zu defensiv agierende Badener Verteidigung hatte immer öfter das Nachsehen. Das Gastteam konnte sich bei Torhüter Wyss bedanken, dass es noch einigermassen im Spiel blieb. Vorne nämlich häuften sich die Fehler und Fehlabschlüsse.

15:13 zur Pause. Noch war alles möglich.

Neue Halbzeit, neue Verteidigung: Trainer Björn Navarin stellte auf 6:0 um, was deutlich Wirkung zeigte. Baden blieb dran, glich in der 44. Minute erstmals aus und legte in der 47. Minute erstmals wieder vor.

Nun wurde es richtig zäh. Fehler, Zeitstrafen und Fehlwürfe hüben wie drüben (die Torumrandung hatte gefühlt längst mehr Bälle gehalten als beide Torhüter zusammen).Auf dem Feld zwar viel Betriebsamkeit, aber wenig zielführende Aktionen. Baden dann in der letzten Minute mit der undankbaren Aufgabe, 60 Sekunden lang mindestens das 26:26 über die Runden zu bringen.

11 Sekunden vor Schluss dann statt einem spektakulären Fliegertor die schönste Parade des Spiels – dummerweise von Heimkeeper Andrija Kasalo. Und natürlich: Im Gegenzug klingelte es im Badener Kasten.

35 Minuten geführt und nichts daraus gemacht. Keine Frage, Städtli 1 scheiterte an diesem Samstagabend an sich selbst. An einer zu lange ungenügenden Verteidigungsleistung und an viel zu vielen individuellen Fehlern und vergebenen Chancen.

Apropos Chance: Die unerwarteten Niederlagen von Möhlin und Schaffhausen hätte Baden bis auf zwei Punkte Abstand an Rang drei herangespült. Schade drum.

Für fruchtlosen Ärger ist keine Zeit. Am Mittwoch um 20:15 Uhr geht es bereits weiter – mit einem Heimspiel in der Aue gegen den Tabellenzweitletzten Altdorf. Wer sich da auf einen einfachen Aufbaugegner freut, sei gewarnt: Der KTV hat Möhlin mit 30:22 nach Hause geschickt. Ein Spaziergang wird das nicht!