Kiwanis Club

Kiwanis Club Frick war im Bündnerland im Einsatz

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Der Kiwanis Club Frick half in Präz eine Woche lang beim Bau eines Erlebniswanderwegs mit. Der Einsatz hat sich gelohnt. Am 15. August wird der «Tilla»-Weg eröffnet.

«Der Kiwanis Club Frick hat uns mit seinem Arbeitseinsatz sehr geholfen», freut sich Sandra Marugg, Gemeinderätin im bündnerischen Präz. Eine Woche lang waren insgesamt 19 Mitglieder des Kiwanis Clubs Frick in Präz im freiwilligen Sozialeinsatz und bauten am neuen Erlebniswanderweg rund um die Burgruine Heinzenberg mit. Die Fricktaler holzten die Burg aus, erstellten neue Wege, bauten Treppen, frästen Sitzbänke und legten Wasserleitungen. «Einfach toll», meinte die Gemeinderätin nach einem Rundgang.

Auch Marco Casanova, der die «Unterländer» während dem fünftägigen Einsatz betreut hat, zog am Ende der Arbeitswoche eine durchwegs positive Bilanz. «Es wurde schnell, genau und zuverlässig gearbeitet», würdigte der angehende Förster den Einsatz. Gefallen haben ihm die grosse Selbständigkeit («das ist längst nicht bei allen Gruppen so») und der Ideenreichtum der Fricktaler. Summa summarum meint er: «Einsatz und Stimmung waren einfach super.»

Sanften Tourismus fördern
«Einfach super» findet der Kiwanis Club Frick das Projekt, rund um die Burgruine einen Erlebniswanderweg für Familien zu errichten. Der Weg eröffnet dem Dorf und der ganzen Region die Chance, mit einem sanften und nachhaltigen Tourismus einen Schritt in die Zukunft zu machen. Dies ist gerade in einer Randregion wie dieser wichtig.

Für die Verantwortlichen beim Kiwanis Club Frick war deshalb sofort klar, als sie von Caritas auf das Projekt aufmerksam gemacht wurden: «Für dieses Projekt legen wir uns ins Zeug», erklärt der amtierende Präsident Franz Peter Boutellier. Erstmals wurde der Sozialeinsatz - das soziale Engagement ist ein wichtiger Auftrag jedes Clubs - auf eine ganze Woche ausgeweitet. Mit Erfolg: Fast 50 Prozent der Mitglieder reisten ins Bünderland und arbeiteten einen oder mehrere Tage am Weg. «Gesamthaft haben wir 41 Manntage Arbeit geleistet», hat Clubsekretär Hans Peter Stäuble errechnet. Koordiniert und organisiert hat den Einsatz im Auftrag des Clubvorstandes Matthias Renevey, Vorsitzender der Sozialkommission.

Weg basiert auf Kinderbuch
Der Erlebnisweg basiert auf dem Kinderbuch «Tilla und ihre Freunde auf Burg Heinzenberg», das die beiden Präzerinnen Jasmine Frigg (Text) und Simona Düsel (Zeichnungen) geschrieben und gezeichnet haben. Die 10-jährige Tilla hilft darin acht kranken Tieren mit natürlichen Heilmitteln wie Arnikasalbe oder Zwiebelwickel.

Die acht Geschichten bilden auch den Ausgangspunkt für die acht Posten auf dem Erlebniswanderweg. Die Kinder (und nicht nur sie) erfahren an den einzelnen Stationen, wie die Natur konkret helfen kann. «Der Weg soll ein Anreiz sein, der Natur mit offenen Augen zu begegnen», umschreibt Simona Düsel eine der Zielsetzungen.

«Dabei soll das Bewusstsein für die Natur auf spielerische Art gefördert werden.» So bietet jede Station eine Reihe von (Spiel-)Möglichkeiten. Hier können sich die Kinder durch Holzkisten tasten, da durch einen Tunnel krabbeln und dort über einen «Abgrund» seilen. «Sie haben Spass und lernen gleichzeitig viel», ist Simona Düsel überzeugt. Auch über das jeweilige Tier. «Die Spiele haben immer einen Bezug zum Bewegungsablauf des Tieres.» Zudem findet sich an jeder Station eine grosse Holztafel, auf der die jeweilige Geschichte aus dem Buch zweisprachig abgedruckt ist («der Erhalt des Rätoromanischen ist ein weiteres Anliegen») und die Angaben zum Tier enthält.

Ein Abenteuer für die Familien
Ansprechen will das Projekt, das vom Verein «IG Erlebnisweg Tilla» getragen und von der Gemeinde Präz unterstützt wird, vor allem Familien mit Kindern zwischen 3 und 12 Jahren. Der Weg soll «ein gemeinsames, unvergessliches Erlebnis bieten» (Düsel) und eine Gelegenheit sein, «sich bewusst Zeit füreinander zu nehmen und in der Natur zur Ruhe zu kommen.» Eröffnet wird der Erlebniswanderweg, der bei der Postautohaltestelle im Dorf beginnt, am 15. August 2009. Hier erfährt der Wanderer auch alles Wissenswerte über den Rundweg. So etwa, wo sich welcher Posten befindet, wo der grosse Grillplatz liegt und wie viele Höhenmeter es zu überwinden gilt.

Präz erreicht man vom Fricktal aus mit dem Auto in gut zwei Stunden. Von Thusis aus fahren regelmässig Busse ins Bergdorf. Wer über Nacht bleiben will, findet im Hotel Plattas in Präz (Telefon 081 651 09 20) eine einfache, aber angenehme Unterkunft.

Thomas Wehrli

LEGENDEN
15) Bauen einen neuen Weg: Bruno Mösch (links) und Willy Strässle.

22) Mit vereinten Kräften: Marco Casanova, Matthias Renevey (vorne v.l.), Thomas Häseli und Cornel Wehrli (hinten v.l.) bringen einen der neuen Sitzbänke in Position.

53) Sind mit den Leistungen der Fricktaler zufrieden: Marco Casanova und Simona Düsel.

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