Entlang des Hügelzuges, welcher sich vom Suhrer Chopf über das Lätt bis zum Distelberg zieht, kommen noch seltene Amphibienarten vor. Die Gelbbauchunke konnte letztes Jahr an mehren feuchten Stellen im Wald gehört werden, die Geburtshelferkröte kam zumindest bis vor wenigen Jahren am Suhrer Chopf noch vor, vielleicht konnte sich ein kleiner Bestand bis heute halten.

Um diese kleinen Populationen zu erhalten und zu fördern, liess der Natur- und Vogelschutzverein ein Amphibien-Vernetzungskonzept erarbeiten. Diesen Frühling konnte dessen Umsetzung in Angriff genommen werden. An mehreren Stellen wurden kleine Plastikwannen als Mikrotümpel eingegraben. Diese werden mit Steinen und Lehm so gefüllt, dass sie gefüllten Wagenspuren ähneln und dass den Amphibien bei jedem Wasserstand der Ausstieg gelingt. Sie werden einmal jährlich entleert, damit sich keine Amphibien-Fressfeinde ansiedeln können.

Mehrere Akteure teilen sich die Arbeit: Der NVV Suhr organisiert die Arbeiten und finanziert sie im Rahmen der Leistungsvereinbarung mit der Gemeinde. Im Rahmen von Arbeitseinsätzen wurden bereits verschiedene Mikrotümpel erstellt. Weitere wird der Forstbetrieb Aarau anbringen, auf Suhrer und Unterentfelder Gebiet.

Drei zukünftige Feuchtstellen wurden mit der 2. Sek Suhr von Lehrerin Nora Döpper vergraben. Die 20 Schülerinnen und Schüler schafften dabei nicht nur „Kinderstuben“ für die Amphibien, sondern auch Überwinterungs- und Landlebensräume: Die Steinhaufen sind weithin sichtbar und locken hoffentlich schon in den nächsten Wochen laichwillige Amphibien an. Darunter befinden sich mit Sand, Totholz und Steinen gefüllte Gruben als Winterquartiere.

Die Zusammenarbeit zwischen Verein, Forstbetrieb und Schule hilft bei der Umsetzung solcher grösserer Projekte. Und wenn im Mai oder juni das leise, unauffällige u-u-u der Gelbbauchunken durch den Wald tönt, oder das charakteristische Läuten des Glögglifrosches vom Suhrer Chopf ertönt, wird dies Belohnung für die geleistete Arbeit sein.