Fanfaren ertönten, die hinteren Tore der Sporthalle öffneten sich und die Olympioniken marschierten durch prallgefüllte Reihen ein. Fahnen- und Tafelträger in roten, blauen, weissen Dresses füllten nach und nach das Stadion, sprich die Bühne. Eine Augenweide, die grosse, fröhliche, bunte Kinderschar von klein bis gross. Lange haben sie geprobt und gefiebert auf ihren grossen Auftritt an der Olympiade. So hiess nämlich das diesjährige Motto der zum dritten Mal über die Bühne gegangenen Kinderturnervorstellung „Kids in Bewegung“. Der wortgewandte „Speaker“ Patrick Meier begrüsste die vielen Gäste von nah und fern, sogar aus dem Welschland waren sie angereist, um ihre Enkel anzufeuern. Ihm zur Seite stand Chef-Licht- und Tontechniker Hansruedi Schweri.

Von Bodenturnen über Eistanz bis UnihockeyDie Bühne wurde nun freigegeben für das Bodenturnen der kleinen Jugibuben und ihr Leiter Christian Meier kann stolz auf die quirligen Boys sein.Von zwei kleinen Knirpsen musste das Eisfeld sauber gereinigt werden, denn es folgte  ein graziös dargebotener Eistanz des Kinderturnen, den Ruth Stifter den kleinen Tänzerinnen beigebracht hatte. Abgelöst wurden die Grazien durch die Gruppe des Muki-Turnens. In ihrem knallroten Gummiboot fühlten sie sich sichtlich wohl mit ihren Mamis und einem Papi.Total in ihrem Element waren die kleinen Jugimädchen, als sie einen fetzigen Tanz  nach dem Song „Chocolate“  der Gruppe Soul control auf die Bühne legten. Die Leiterin Françoise Wartmann hat dafür sicher viel Geduld gebraucht, bis alles so sass wie es schliesslich aussah. Kenny Berner hatte es da sicher einfacher. Seine Boys gaben mit ihren Unihockeykünsten das, was sie eh schon locker besassen, Ballgefühl, Schnelligkeit und Reaktion.

Denise Schweri, als Regisseurin des Anlasses,  stellte einen jungen Radfahrer in einem signierten „maillot jaune“ des einheimischen, international bekannten Silvan Dillier vor. Dieses Tricot wurde in der Pause versteigert, der Erlös kam dem Jugendsport zugute.  Im Alpenrosendorf lebt eine weitere, allerdings erst neun Jahre alte Spitzensportlerin. Leonie Meier zeigte eine Bodenkür, die im Saal „Ahs“ und „Ohs“ hervorrufte. Es war einfach genial, was das talentierte Mädchen zeigte. Doch umsonst kommt ihr grosses Können nicht. Sie trainiert mit eisernem Willen 24 Stunden pro Woche hart und dies auswärts. Super. Begeistert war man auch ob des nächsten Auftritts der grösseren Jugimädchen.  UV-belichtet, sah man nur die kreisenden, farbigen Bälle, die von den Girls nach der rassigen Musik „Children“ von 4Clubbers geschwungen wurden. Eine tolle Nummer, bevor es in die Pause ging.

Hot-Dogs, Pommes und Kuchen zur Stärkung, eine Verlosung, Versteigerung und ein StändchenVon Hot-Dogs über Pommes-Frites bis hin zum sehr vielfältigen Kuchenbuffet gab es alles zu haben und davon wurde rege Gebrauch gemach.. Die Nummern der Eintrittsbillete wurden gezogen und die attraktiven Preise wie Eintritte in den Europapark Rust, ins Trampolino   oder Saisonkarten für das Schwimmbad   fanden so ihre glückliche Gewinner. Das Silvan Dillier-Tricot  wurde dem Meistbietenden überreicht und die hiesige Jugendmusik unter Leitung von Stefan Marti brachte vor dem Start in den zweiten Teil ein Ständchen.

Mit Feuereifer galoppierten und sprangen die Kleinsten olympiatauglich mit ihren Rösslein über die Bühne – Caroline Tanner hatte die Idee dazu – und die kleinen Schwimmer massen sich nach „The final countdown“ in Brust- Crawl- und Rückenschwimmen,  Regina Meier hat sie fittrainiert. Effektvoll, attraktiv und rassig war der Tanz der Cheerleaderinnen, sie ernteten damit riesigen Beifall. Die kleineren Mädchen zeigten ihr Können mit Seilen, Ringen und  Bodenturnen. Dass auch die Leiterinnen beweglich sind und Bühnenreife haben, zeigten sie im Dunkeln als „leuchtende Straussenvögel“. Sie lösten mit ihrer Darbietung nach der Musik „Miss Hipsake“ Begeisterungsrufe hervor.

Zum Schluss dankte Denise Schweri den grossen und kleinen Olympiateilnehmern  für ihr Mitmachen. Allen Leiterinnen, Leitern, Helferinnen und Helfern für ihren grossen Einsatz und den Sponsoren für ihre finanzielle Unterstützung.

Nochmals wurden die Tore geöffnet und die ganze Olympiamannschaft von klein bis gross marschierte unter tosendem Applaus ein zum grossen Finale.  Der grosse Aufwand hat sich in jedem Fall gelohnt, denn zufrieden verliessen Kinder, Eltern, Grosis, Opis, Göttis und Tanten das Olympiastadion Aemmert, sicher kommen sie in zwei Jahren wieder.  (bi)