Melanie Mathys musste ihre Medaillenträume nach ca. 30 Sekunden bereits begraben. Bei der Schlüsselstelle der Muotathaler Sprintstrecke – dem Muotastein – musste sie einen Umweg fahren und verpasste wertvolle Sekunden im Kampf um die Medaillen. Am Ende reichte es der Wirtschaftsstudentin zu Rang sieben.

Die Sprintdistanz ist die favorisierte Strecke des Schweizer Aushängeschildes. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich die zweimalige Bronze-Medaillengewinnerin der diesjährigen Weltmeisterschaften. Sie zog sich nach dem Wettkampf zurück und fokussierte sich auf die Team-Wettkämpfe. 

Ein perfektes Rennen gelang dafür dem Sempacher Fabio Gretener. Der 26-jährige Sportstudent blieb in der technisch anspruchsvollen Kanadier-Disziplin ohne Fehler und stiess auf den siebten Rang vor. «Vor heimischem Publikum eine Fahrt wie aus dem Guss herunterzubringen, ist ein einmaliges Gefühl.» Er stand letztes Jahr erstmals in einem WM-Final.

Aufgrund von Fahrfehlern musste er sich damals mit Rang 11 begnügen. Sein Ziel sei es heute gewesen, Revanche zu nehmen von diesem Rennen, sagte Gretener ihm Ziel. Unter Anfeuerungsrufen, der über 1000 Zuschauern, ist ihm das eindrücklich gelungen. Er startet heute Nachmittag zum Team-Wettkampf über die Sprintstrecke – dem letzten Rennen der Weltmeisterschaften.