Die ersten Minuten verliefen ganz nach dem Geschmack der Reinacherinnen. Nicht einmal eine Minute verstrich, bevor das erste Tor von Bellinda Wüthrich erzielt wurde. Nach dem 2:0, das Tabea Hirt nach zwölf Minuten schoss, setzten die Skorpions das Gastteam jedoch immer mehr unter Druck.

Für den UHC Lok Reinach wurde es zunehmend schwieriger, Ruhe ins Spiel zu bringen und eine gute Auslösung zu starten. Immer mehr Fehler unterliefen den Reinacherinnen, welche die Spielerinnen aus dem Emmental prompt in Torchancen umwandelten. So stand es nach 15 Minuten nur noch 2:1 für den UHC Lok Reinach.

An diesem Spielstand konnten beide Teams bis zur ersten Pause nichts mehr ändern. In der Garderobe von Lok herrschte eine gemischte Stimmung. Auf der einen Seite freute man sich über die Führung, auf der anderen Seite war klar, dass noch nichts entschieden war und der Kampf weitergehen wird.

Pause hat nicht gut getan

Als die Pause zu Ende und die ersten Spielminuten vorüber waren, zeigte sich, dass die Pause den Reinacherinnen nicht gut getan hat. Sie konnten das hohe Tempo der Skorps nicht aufnehmen und waren oft einen Schritt zu langsam. Obwohl die Torhüterin Tanja Rey viele Schüsse halten konnte, gelang den Emmentalerinnen nach sieben Minuten des zweiten Drittels der Ausgleichstreffer.

Daraufhin fand der UHC Lok Reinach wieder zurück ins Spiel. Durch schnelle Passkombinationen und geschickte Laufwege schaffte es das Team, die Geschwindigkeit des Gegners aufzunehmen. Die Leistungssteigerung wurde dann auch in der 35. Minuten mit einem Treffer belohnt.

Bellinda Wüthrich schoss auf einen Pass von Luana Egger das 3:2 und damit auch das letzte Tor des Mitteldrittels. In der Pause wurde den Spielerinnen von Reinach durch den Trainer Daniel Schiess nochmals verdeutlicht, dass sie für einen Sieg die Geschwindigkeit beibehalten mussten. Das Team stellte sich auf einen harten Kampf in den letzten zwanzig Minuten ein.

Intensives letztes Drittel

Kurz nach dem Start des letzten Drittels erhielt der UHC Lok Reinach eine Zweiminutenstrafe wegen eines Stockschlags. Die Unterzahl wurde prompt von den Spielerinnen des Heimteams ausgenutzt. So stand es nach 44 Minuten 3:3. Das Spiel verlief anschliessend in einem hohen Tempo weiter.

Beide Teams wollten einen Führungstreffer erzielen, was den Skorps auch in der 52. Minute gelang. Daraufhin nahm der Trainer von Lok ein Timeout. Um die Spielqualität zu erhöhen, stellte er auf zwei Linien um. Da das Gastteam schon oft eine Niederlage in den letzten Minuten drehen konnte, war allen klar, dass die Partie noch nicht entschieden war.

Die Reinacherinnen liessen ihren Kopf nicht hängen und kämpften weiter. In der 53. Spielminute waren sie dann auch durch eine Zweiminutenstrafe für die Skorps in Überzahl. Doch das Team aus dem Emmental verteidigte sein Tor gut.

Die Schüsse wurden von den Spielerinnen oder der Torhüterin abgewehrt, so dass in den zwei Minuten Überzahl kein Tor gefallen war. Das Ende des Spiels rückte immer näher und die Spielerinnen von Reinach gaben nochmals alles. Die Bemühungen blieben aber erfolglos und so stand es nach 60 Minuten 3:4 für die Skorps.