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Kaum zu bremsen: Der TV Endingen dominiert auch das zweite Playoff-Spiel gegen die Lakers Stäfa

Nach dem zweiten Sieg gab es bei den Spielern des TV Endigen kein Halten mehr.

Im 2. Playoff-Spiel gegen die Lakers Stäfa dominierten die Gäste aus dem Zurzibiet nach zehn Minuten Spielzeit und gaben das Zepter nicht mehr aus der Hand. Zwischenzeitlich führte der TV Endingen mit 14 Treffern, doch auch der Endstand von 30:40 macht deutlich, dass an den torfreudigen Endingern niemand vorbeikam.

Die Frohberg Halle in Stäfa platzte fast aus allen Nähten. Rund 100 Endinger Fans waren an das Zürichseeufer gereist um ordentlich Stimmung zu machen. Sie trugen ihre Mannschaft denn auch lautstark von Tor zu Tor.

Die Unterstützung der Lakers war auch nicht gerade leise, so herrschte ohrenbetäubender Lärm über die ganze Spielzeit, was der Stimmung auf der Platte keinen Abbruch tat.

Geschlossener Start

Bereits in der 4. Minute parierte Christophoros Nungovitch zum ersten Mal, es sollten noch weitere Paraden folgen. Nach diesem Reflex ging der TV Endingen zum ersten Mal in Führung.

Der Spielverlauf schien ebenso eng zu werden, wie im ersten Playoffduell, doch bei den Gegnern kam die gefürchtete Spritzigkeit nicht zum Einsatz. Die Endinger hatten die Defensive umstellt und die gegnerischen Schnellstarter gut im Griff.

Unbeirrt und konzentriert

Leonard Pejkovic drehte und wendete sich am Kreis, fand immer wieder kleine Lücken in der Deckung oder machte diese breiter. Ob Wurfhandwechsel oder Dreher, er erfreute die Fans mit phantastischen Toren, seine Begeisterung steckte an.

Joel Huesmann fischte nach den Bällen, streckte sich erfolgreich und hatte immer wieder genügend Kraft aus dem Rückraum zu steigen und ins lange Eck zu werfen.

Bereits nach einer knappen Viertelstunde Spielzeit nahmen die Lakers eine Auszeit, denn die Endinger hatten sich mit drei Treffern leicht abgesetzt. Doch es half nichts, die Endinger setzten auch anschliessend ihren Torreigen auf das gegnerische Tor fort.

Nervenstark und schnell

Denis Grana parierte den ersten Strafwurf grandios, im darauffolgenden Unterzahlspiel behauptete sich die Mannschaft bestens. Von den Lakers kam nicht genug Gegenwehr.

Tano Baumann verwandelte in zwei herrlichen Gegenstössen und ein blöder Doppelfehler von Stäfa führte zu einem völlig überraschenden Weitwurftor von Lukas Riechsteiner. Die Endinger erzielten einen satten Sieben-Tore-Vorsprung.

Der Pausenstand von 11:18 zeigte ein klares Bild. Der TV Endingen hatte die 1. Halbzeit bestimmt, nun durfte in der 2. Spielzeit nicht nachgelassen werden.

Leichte Unsicherheiten

Zu Beginn lief es bei den Endingern nicht ganz rund. Sie hatten Tempo aus dem Spiel genommen und sich oft in der gegnerischen Abwehr festgebissen. Nur über drohende Spielspiele fielen die Treffer.

Taktische Fehlüberlegung

Die Lakers versuchten mit taktischen Anpassungen mehr Druck aufzubauen. So sollte der siebte Feldspieler vor dem Endinger Tor helfen, die Gegner zu verunsichern. Diese Massnahme griff nicht, denn die Endinger konnten mindestens vier Schüsse in das leere gegnerische Tor werfen.

So konnte der TVE mit lockeren zehn Toren auf und davon ziehen. Eine etwas längere Pause, hervorgerufen durch Probleme mit der Spieluhr, unterbrach den Spielfluss bei beiden Mannschaften. Das Spiel nahm an Härte zu.

Die Lakers versuchte mit einer offeneren Deckung Christian Riechsteiner und Nemanja Sudzum aus dem Verkehr zu ziehen, doch die Endinger liessen sich nicht beirren, sie schossen weiter Tor um Tor.

Schaulaufen

Bei den Endingern lief wirklich alles rund. Die Spielfreude war nicht zu übersehen. Denis Grana parierte gar einen zweiten Strafwurf. Die Lakers konnten keine zusätzlichen Kräfte mobilisieren und so konnte die Mannschaft von Trainer Majeri einen ungefährdeten Sieg feiern. Das 30:40 Ergebnis war Nebensache, die angereisten Fans hatten eine Mannschaft erlebt, die für den Sieg brannte und dessen Spielfreude deutlich sichtbar war.

Nun können die Endinger den Sack zu machen und im 3. Aufeinandertreffen am kommenden Samstag in der GoEasy Halle den direkten Wiederaufstieg in die NLA schaffen. Trotz der beiden guten Leistungen in den gespielten Playoffs wird das Team die Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Die Erfahrung aus dem letzten Jahr ist noch in zu guter Erinnerung. Anpfiff wird um 18 Uhr sein. Die Zuschauer können als 8. Mann die Mannschaft unterstützen, die Spieler würde es freuen.

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