Kaufmännische Gesellschaft Aarau

Kaufmännische Gesellschaft Aarau bei der Eniwa - Rendezvous der ü100

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Die KGA (Kaufmännische Gesellschaft Aarau, Gründungsjahr 1878) lud ihre Mitglieder zum traditionellen Sommeranlass ein. Und die Eniwa AG (vormals IBAarau, ehedem EWA, Gründungsjahr 1893) war die charmante und grosszügige Gastgeberin für die rund 60 Interessierten.

Wie verquickt die Geschicke dieser beiden Organisationen in ihren Anfängen waren, daran erinnerte Nicole Werder, Präsidentin der KGA, in ihrer Begrüssung. So ist, ganz unbescheiden, die Gründung des Elektrizitätswerkes der Stadt Aarau letzten Endes der Initiative der KGA im Jahre 1887 zu verdanken. Und dass die beiden „alten Damen“ eine sehr freundschaftliche Beziehung, auch über die lange Zeit, verbindet, wurde an diesem Anlass, wieder einmal mehr, deutlich sicht- und spürbar.

Was als „elektrische Licht- und Kraftstation“ begann, ist heute ein Energieversorger, der unter „permanentem Hochdruck und Hochspannung“ sowie auch finanziellem Druck steht. Aktuell arbeiten 338 Mitarbeitende und 54 Lernende in der Eniwa AG. Das Unternehmen generiert einen Umsatz von CHF 157 Mio. und ist zu 95% im Besitz der Stadt Aarau. Hans-Kaspar Scherrer, CEO der Eniwa AG und KGA-Mitglied, vermittelte uns in einem vielschichtigen Referat einen Einblick in die aktuellen Themen der Energieversorgung Schweiz, die sich den globalen Trends, wie Digitalisierung, Dekarbonisierung und Dezentralisierung, nicht entziehen kann. Die Energiestrategie 2050, welche die Steigerung der Energieeffizienz, den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie den Atomausstieg beinhaltet, macht deutlich, dass Energiestrategie immer auch Umweltstrategie bedeutet. Und in diesem Zusammenhang stimmte eine Frage aus dem Publikum nachdenklich: „Wie soll man glauben, dass das Individuum zur Selbstbeschränkung im persönlichen Energieverbrauch bereit ist, wenn die Kaufkraft in unserem Land doch so hoch ist?“

Im Anschluss an das Referat wurde uns ein Blick hinter die Kulissen des Neubaus am Standort Buchs gewährt. Angefangen von den Ladestationen für die E-Autos, hinüber ins Rechenzentrum, dann runter in den Werkhof, rauf aufs Dach zur Photovoltaik-Anlage, die bis zu 40% des Stroms für den Eigenbedarf produziert, und zum Abschluss die Leitstelle Überwachung und die Büroräumlichkeiten, die unter aktivem Einbezug der Mitarbeitenden gestaltet wurden, in Augenschein nehmen. Fazit: Ein technischer Pionier in den Anfängen, ein progressiver Dienstleiter und Pionier in der Gegenwart, gerüstet für die Herausforderungen der Zukunft.

Obligat wurde der Abend mit einem Apéro riche abgerundet, bei dem viele Fragen gestellt und beantwortet werden konnten und noch so die eine oder andere Anekdote aus der intensiven Bauphase der Eniwa AG zum Besten gegeben wurde. Dem eigentlichen Zweck der KGA, „ ... den Zusammenhalt der Wirtschaftskader der Region Aarau zu stärken ...“ konnte man damit in gebührendem Rahmen gerecht werden. Vielen Dank Eniwa AG, wir kommen gerne wieder.

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