«Ich freue mich auf die EM in Rodez. Ich habe dieses Jahr vorausblickend auf die Selektionen im 2019 für die Paralympics Tokyo2020 die Wettkampfteilnahmen bewusst reduziert und in die phy-sische und taktische Weiterentwicklung investiert. Ich freue mich sehr, mit Cynthia Mathez und Luca Olgiati endlich mit einem reinen Schweizer Doppel und Mixed-Team an den Start zu gehen. Wir haben gemeinsam intensiv trainiert und sind bereit für die Herausforderung in Frankreich», so die Titelverteidigerin von 2016 Karin Suter Erath.


Neben Karin Suter-Erath zählt auch Cynthia Mathez aus Olten zu den Hoffnungen für Edelme-tall. Neben dem Einzel tritt sie im Damen-Doppel mit Karin Suter-Erath an. Bei beiden Bewerben hat die EM-Debütantin Chancen auf Edelmetall. «Ich freue mich auf das Doppel mit Karin, aber auch auf den Einzelwettbewerb, wo eine Bronze-Medaille mein grosses Ziel ist», so Mathez.

Die dritte Schweizerin im Bunde ist die Baslerin Sonja Häsler, welche ihr Comeback nach einer langwierigen Verletzungspause gibt und nun endlich wieder angreifen kann. Sie wird versuchen, an die Erfolge von 2014 mit Gold, Silber und Bronze, anzuknüpfen. Sonja wird gemeinsam mit Christian Hamböck im Mixed an den Start gehen. Daneben tritt sie noch im Einzel und Doppel an.

Der männliche Teil der Schweizer Delegation kommt in Rodez auch zur EM-Taufe. Nach dem Jahresstart der beiden in Mallorca, wo sie nach dem Erreichen der K.-o.-Runde von den EM Fa-voriten geschlagen wurden, ist die Lust nach einer neuen Chance umso grösser. Trotz Problemen mit offenen Stellen ist Christian Hamböck bereit für die Herausforderung in Frankreich. Mit sei-nem neuen Privattrainer: Rémi Matthey de L’etang, von dem er neue Inputs erhalten und seine Wettkampfstrategien überarbeitet hat, strebt er trotz Trainingsdefizit das vordere Mittelfeld an.

«Das Team hat in den letzten Monaten sehr gut trainiert und dank einer grösseren Delegation als vor zwei Jahren sind nun reine Schweizer Doppel- und Mixed-Doppel-Spiele möglich. Dies lässt auf Grosses hoffen!», kommentiert Nationaltrainer Michael Adamer. Nur im Doppel suchen Sonja Häsler, Luca Olgi-ati und Christian Hamböck noch nach internationalen Mitspielern.

Mit der Aufnahme von Para-Badminton in die paralympischen Sommerspiele 2020 in Tokio steigt bereits jetzt die Teilnehmerzahl an internationalen Wettkämpfen. Gegenüber der EM 2016 ist das Teilnehmerfeld in Rodez um rund 10% gewachsen, das Niveau dürfte somit mitsteigen.