Natur- und Vogelschutzverein Rheinfelden NVVR

Jungstorch Zoé ist in Afrika angekommen

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Flugroute des Jungstorchs "Zoe"

Bild von "Storch Schweiz"

Flugroute des Jungstorchs "Zoe"

Der am 17. Juni auf dem Rheinfelder Storchennestturm beringte und besenderte Jungstorch hat das europäische Festland verlassen und ist in Marokko eingetroffen.

 (SK) „Zoé“ hatte am 14. August zusammen mit dem Kaiseraugster Jungstorch „Camino“ und weiteren Jungstörchen das Brutgebiet verlassen und war vorerst ins Markgräflerland und dann in den Sundgau weitergezogen. Von dort ist er am 22. August in Richtung Süden aufgebrochen und hat via Rhônetal den Nordrand der Pyrenäen erreicht. Dort liess er den Kaiseraugster Kollegen zurück.

Rund 14 Tage hielt sich „Zoe“ südöstlich von Madrid auf, wo es anscheinend in den weiten Flusstälern, an Seen und in den riesigen Mülldeponien, auf denen sich Tausende von Störchen aufhalten, genügend Nahrung gibt. Der Rheinfelder mied allerdings in der Regel die Deponien (man hatte ihm das so eingeflüstert) oder hielt sich nur kurz auf ihnen auf.

Am 28. September ist er rund 150 km in südwestlicher Richtung weitergezogen, hat östlich von Càceres einen Zwischenhalt eingelegt und war danach mehrere Tage unweit der „Strasse von Gibraltar“ auf Futtersuche.

Die Spannung stieg, als er am 6. Oktober weiter südostwärts zog und schliesslich auf dem Dach einer grossen Werkanlage, rund 4 km nördlich von Los Barrios übernachtete. Schon einen Tag später überquerte er (ohne Fussgängerstreifen) die "Strasse von Gibraltar" und traf um die Mittagszeit im Norden Marokkos ein. Seither ist er in weiteren Etappen südwärts in Richtung der Hauptstadt Rabat gezogen.

Interessant ist, dass Zoé, dessen Zuggroute unter www.nvvr.ch verfolgt werden kann, nicht in Spanien geblieben ist. Alle übrigen in diesem Jahr besenderten Jungstörche der Schweiz sind bislang in Nordspanien zurückgeblieben mit Ausnahme des in Biel-Benken besenderten „Hubertus“ welcher bereits Ende September bis in den Süden Mauretaniens vorgedrungen ist. Hoffen wir, dass wir die Störche noch lange verfolgen und im Frühjahr wieder bei uns begrüssen können.

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