Die Liberalen

JFDP Brugg-Zurzach ist gegen ein Verbot von Killergames

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Ein Verbot schränkt die persönliche Freiheit ein

Der Nationalrat nahm an der Sessionssitzung vom 3. Juni im Zuge der Verschärfung des Strafrechts die Motion von Evi Allemann (SP), die ein Verbot von Killergames fordert, mit 139 zu 39 Stimmen an.

Ein Verbot von Killerspielen schränkt die persönliche Freiheit der meist jugendlichen Konsumenten ein und ist deshalb für die JFDP Brugg-Zurzach nicht akzeptabel. Das Freizeit- und Unterhaltungsprogramm des Einzelnen darf nicht in solch einschneidender Weise durch den Staat beschränkt werden, da bis anhin nicht bewiesen wurde, dass das Spielen von Games mit gewalttätigem Inhalt zu verändertem Verhalten im realen Leben führt. Die Gamer-Community ist in den Augen der JFDP fähig, die Unterscheidung zwischen Spiel und Wirklichkeit auch ohne weitere Gesetze wahrzunehmen. Bei Raserunfällen ruft auch niemand nach Verboten von Rennautospielen. Im Übrigen wäre ein Verkaufsverbot von Killerspielen leicht zu umgehen, da heutzutage ein Grossteil der Spiele online bestellt oder direkt vom Internet heruntergeladen werden können. Unbestritten ist die Notwendigkeit von Alterslimiten. Nicht jedes Spiel ist für jede Altesgruppe geeignet. Es liegt jedoch auch in der Verantwortung der Eltern, ihr Kind nicht unkontrolliert spielen zu lassen.
Durch ein noch fester geschnürtes gesetzliches Korsett wird von den eigentlichen gesellschaftlichen Problemen abgelenkt. Bei keinem der jugendlichen Amokläufer waren Killergames das Problem - sie alle waren Aussenseiter und wurden von Gleichaltrigen ausgegrenzt. Der Komplexität der Ursachen von Gewaltdelikten kann nicht mit einfachen Verboten begegnet werden. (gla)

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