Nach dem letztjährigen Konzert mit den beiden jungen Sängern Michèle Binder und Neo wartete die Musikkommission der Harmonie mit einem weiteren spannenden Projekt auf: Dem Engagement von zwei Tanzgruppen. Da waren zum einen die „Rhythm’n’Steps“ aus Baden und zum anderen die „Candy Girls“ der Kantonsschule Wettingen. Schon während der gemeinsamen Proben zeigte sich, dass dieses Projekt zwar sehr spannend war – aber auch von allen Beteiligten höchste Konzentration verlangte. Das erste gemeinsame Stück war die Stepptanz-Nummer An Irish Party In Third Class zusammen mit den „Rhythm’n’Steps“. Ebenfalls mit dieser Gruppe wurde noch The Lady Is A Tramp zum Besten gegeben. Bei beiden Nummern zahlte sich die intensive Probe-Arbeit aus und dem Publikum gefiels. Weitere Höhepunkte dieser ersten Konzerthälfte waren sicherlich der Tango Macho mit Akkordeon-Begleitung durch Monika Müller und das Dance Medley, welches von einigen Registern sehr viel abverlangte. Nach dem gewohnt beschwingten Start der zweiten Hälfte durch die Tambourenvereinigung Wettingen und Umgebung gehörte die Bühne den „Candy Girls“. Und welche Nummer passte da besser als der Candyman. Der frische und fröhliche Auftritt der jungen Kantischülerinnen war ein echter Augenschmaus. Zwei Solisten standen bei den nächsten Nummern im Mittelpunkt: Christian Meier mit seiner Bass-Posaune im Stück Minnie The Moocher und René Gilgen als Sänger bei Save the Last Dance For Me. Beide meisterten ihren Part absolut souverän – ein Genuss für Aug und Ohr. Auch die beiden Zugaben hatten es in sich: Zuerst der Gürbe Rock zusammen mit den Tambouren und als zweites Danggä ond uf Wiederluege – dies passte aus zwei Gründen perfekt: zum einen als Dankeschön für das sehr zahlreich aufmarschierte Publikum, zum zweiten zur Verabschiedung von Max Keller. Nachdem er im Juni dieses Jahres die Auszeichnung zum Eidgenössischen Ehrenveteran (70 Jahre aktives Musizieren) entgegen nehmen durfte, entschied er sich, mit dem aktiven Musizieren aufzuhören. Ein verständlicher Entscheid, der den Verein aber trotzdem sehr trifft – war Max doch nicht nur musikalisch stets eine wichtige Stütze. Aber so konnte ihm wenigstens ein würdiger Abschied geboten werden. Nicht nur die Musikantinnen und Musikanten der Harmonie würdigten ihn mit einer Standing Ovation – nein, auch die Besucherinnen und Besucher erhoben sich von den Stühlen. Was für ein wunderbarer, rührender Moment. Es war der perfekte Abschluss eines wunderbaren Konzertabends, an dem einfach alles passte: die optimale Stückwahl der Musikkommission, die wie immer perfekte Umsetzung durch den hervorragenden Dirigenten Heinz Binder, die mottogerechte Saaldekoration durch unsere jüngsten Mitglieder und die charmante Präsentation der bewährten Moderatorin Yvonne Gruber. Ein ganz grosses Dankeschön gebührt aber dem sehr zahlreich erschienen Publikum – eine tolle Würdigung des grossen Einsatzes des Vereins.

Brigitte Frey