Hauseigentümerverband Dietikon-Urdorf

Informationen und Steuertipps für Haus- und Wohneigentümer

megaphoneVereinsmeldung zu Hauseigentümerverband Dietikon-Urdorf

Steuern bezahlen ist etwas, das niemand gerne macht. Es ist ein Muss. Deshalb haben so viele das Bedürfnis, zu erfahren, wo eingespart werden kann und wo Abzüge möglich sind. Mit diesen einleitenden Worten begrüsste der Präsident Hans Schenk des Hauseigentümerverbandes Dietikon-Urdorf die über 100 Interessierten im Parlamentssaal des Stadthauses Dietikon und die beiden Referenten Stefan Piller, dipl. Steuerexperte, und Alex Sauter, Leiter Immobilien, beide von der BDO AG, Zürich. Zu Beginn zeigte Herr Sauter auf, welche Kosten bei einer Liegenschaft als Aufwand und Unterhalt anzusehen sind, die in die Steuererklärung aufgenommen und dem Eigenmietwert entgegengestellt werden können, und welche Kosten als wertvermehrend eingestuft werden und nicht in die Steuererklärung gehören. Es bestehen dazu Richtlinien. Deren Auslegung ist nicht immer einfach und der Steuerkommissar hat immer auch einen Ermessensspielraum. Im Verlauf des Vortrages wurde aufgezeigt, dass eine Planung von Unterhalt und Erneuerungen über fünf bis zehn Jahre wichtig ist. Wenn die kommenden Unterhaltskosten bekannt sind und die Arbeiten geschickt auf mehrere Jahre verteilt werden, können wesentliche Steuerkosten eingespart werden, wie Herr Piller aufzeigte. Neu ab 2020 ist zudem, dass energetische Investitionen und Rückbaukosten bei einem Ersatzneubau auf maximal 3 Steuerperioden aufgeteilt werden können, wenn sie den jährlichen Nettosteuerbetrag übersteigen. Ob dies allerdings relevant sein wird, zeigt erst die Ausgestaltung der nun zur Diskussion stehenden Eigenmietwertabschaffung. Die ständerätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-S) hat einen Vorentwurf zur Änderung der Wohneigentumsbesteuerung verabschiedet, der in die Vernehmlassung geschickt wird. Bei einer Aufhebung des Eigenmietwerts soll kein Abzug mehr für Unterhalt, Versicherung, Verwaltung usw. möglich sein. Beim Schuldzinsabzug wurden 5 verschiedene Varianten ausgearbeitet. Bei einzelnen Vorschlägen wären auch Privatkreditnehmer ohne Wohneigentum betroffen, was kaum Gefallen finden wird. Zum Schluss kam noch eine gute Nachricht für Zweitwohnungsbesitzer im Bündnerland. Der Eigenmietwert ist dort sehr hoch angesetzt. Deshalb kann bei der Bundessteuer der Wert um 20 % reduziert werden. Im Anschluss an die Vorträge und beim anschliessenden Apéro konnten die Referenten noch verschiedene brennende Fragen beantworten.

Hans Schenk

Meistgesehen

Artboard 1