Grüne Stadt Solothurn

In Solothurn braucht es mehr Grün

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Patrick Weibel-Adam fesselte mit seinem Referat «Stadtklima im Klimawandel» das interessierte Publikum

Interessiertes Publikum folgt dem Referat zum Stadtklima

Patrick Weibel-Adam fesselte mit seinem Referat «Stadtklima im Klimawandel» das interessierte Publikum

An ihrer ersten Versammlung nach den erfolgreichen Wahlen meinten dies die Grünen Stadt Solothurn mit diesem Versammlungsthema einmal nicht politisch, sondern wörtlich. Sie hatten Patrick Weibel-Adam – Mitarbeiter im Bereich Umweltschutz der Stadt Luzern – eingeladen, zum Thema «Stadtklima im Klimawandel» zu referieren. Der Referent wies einleitend darauf hin, dass das Klima in Städten typisch um einige Grad wärmer ist als im Umland. Hitzeinseln heizen sich am Tag auf und kühlen in der Nacht nur geringfügig ab. Riegelartige Überbauungen blockieren die Durchlüftung und versiegelte Oberflächen mindern die Abkühlung durch Verdunstung. 

Angesichts der zunehmend heissen Sommer ist es besonders wichtig, Städte und Agglomerationen so zu gestalten, dass sie auch bei Hitze eine angenehme Aufenthalts- und Wohnqualität bieten. Wichtig und nachhaltig ist die effiziente Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen. Dabei sind gut isolierte Gebäude und ressourcenschonende Mobilität zentrale Aspekte. Diesen sollte deshalb bei der Planung vermehrt Beachtung geschenkt werden. Ein ausgewachsener Baum verdunstet pro Tag 300-400 l Wasser. Aber auch andere Grünflächen helfen: einerseits kann Wasser versickern, statt abzufliessen – was bei den häufiger vorkommenden Starkregen Überschwemmungen vermeiden hilft – und es kann danach auch wieder verdunsten. Anderseits wird Hitze durch Grünflächen nicht reflektiert und Bäume spenden Schatten. Zusätzliche Grünflächen, z.B. auch auf Flachdächern, und besonders Bäume helfen somit, die Temperaturen zu begrenzen. Es muss aber bei der Auswahl der Baumarten darauf geachtet werden, dass diese mit den erhöhten Temperaturen zurechtkommen. Das Fazit des Referenten: Klimapolitik erschöpft sich nicht in der Reduktion der CO₂-Emissionen, sondern muss sich auch mit der Abschwächung der Folgen der Klimaerwärmung befassen. Weniger versiegelte, dafür mehr Grünflächen, mehr Bäume sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Bereich sind geeignete Massnahmen.

Anschliessend an das Hauptthema des Abends nahm die gut besuchte Versammlung erfreut von den Ergebnissen der National- und Ständeratswahlen auch in der Stadt Kenntnis. Diesen Schwung gilt es in die kantonalen und Gemeindewahlen 2021 mitzunehmen. Schliesslich wurde einstimmig Unterstützung von Roberto Zanetti beim zweiten Wahlgang für den Ständerat beschlossen.

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