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HSC Suhr Aarau zieht glanzlos in Cup-Achtelfinals ein

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Einzug in den Cup-Achtelfinal geschafft!

Einzug in den Cup-Achtelfinal geschafft!

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau zieht dank eines 34:19-Sieges beim Erstligisten BSV Bern Muri II in den Cup-Achtelfinal ein. Zur Halbzeit waren die Aarauer noch im Rückstand

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau zieht dank eines 34:19-Sieges beim Erstligisten BSV Bern Muri II in den Cup-Achtelfinal ein. Dies jedoch ohne zu brillieren und trotz äusserst schwacher erster Halbzeit, nach der es im gut besuchten Berner Spitalacker lediglich 13:11 aus Sicht des Oberklassigen stand.

Der erste Cupauftritt sollte dabei als positive Einstimmung auf das bevorstehende Mammutprogramm dienen, welches in den kommenden sechs Wochen bis zum Abschluss der Regularseason Ende Dezember zwölf weitere Ernstkämpfe vorsieht.

Ein entsprechend fokussierter und engagierter Start wurde daher erwartet, der gleich von Beginn an die Verhältnisse klarstellen sollte - aber weit gefehlt: Nach sechs Spielminuten stand die Partie lediglich 2:2 ausgeglichen, ehe die unterklassigen Gastgeber in der Folge gar erstmals in Führung zu gehen vermochten (2:3, 6.). Über das drauffolgende 3:3, 4:4 und 5:5 entwickelte sich ein munterer, überraschend ausgeglichener und offener Schlagabtausch in dem das NLA-Team einige erschreckende Schwächen offenbarte.

So kombinierte der Erstligist beispielsweise mehrmals sehenswert, vorwiegend auf den Halbpositionen und spielend leicht seinen Kreisläufer frei, der jeweils unbedrängt verwerten konnte. Und zu den zahlreichen Unkonzentriertheiten (die in technischen Fehlern und Ballverlusten mündeten) gesellten sich zudem noch äusserst harmlose Abschlussversuche hinzu.

Dies zwang das Trainerduo Fend/Frei bereits in der 19. Spielminute und beim Stand von lediglich 9:8 ein erstes Time-Out einzuberufen, nach welchem Lukas Strebel Mathias Kasapidis ersetzte. Dies hatte zur Folge, dass Captain Kaufmann von der Abwehrzentrale in die Spitze der 5:1-Formation vorrückte und Routinier Konecnik, der all seine drei bisherigen Würfe souverän verwandelte und damit als einziger Flügelspieler zu überzeugen vermochte, in der Abwehr auf die rechte Halbposition auswich. Dies führte zur gewünschten Stabilisierung der Abwehr, hinter der Flavio Wick nach und nach einige Bälle zu packen bekam.

Weil Seppi Zuber aber ebenso wie sein Positionskollege Jonas Buholzer zuvor bereits weitere drei Mal innert kürzester Zeit aus aussichtsreicher Position scheiterte und die in allen Mannschaftsteilen verschuldete, zu hohe Anzahl Fehler vorerst nicht reduziert werden konnte, schafften die Hauptstädter und Hausherren gar bis zur 20. Spielminute den 10:10-Ausgleich.

Ihnen bot sich daraufhin ausserdem gleich drei Mal in Folge und aus aussichtsreicher Position die Chance zur Führung, ehe diese per erstem verwandeltem Siebenmeter der Partie (Bern scheiterte zuvor zwei Mal) wenig später doch noch und dem Spielverlauf entsprechend nicht unverdient eintrat (10:11 in der 25. Spielminute).

Der HSC Suhr Aarau stellte daraufhin auch im Angriff um, spielte fortan ohne nominellen linken Flügel und agierte stattdessen mit zwei Kreisläufern, was angeführt von Patrick Romann bis zur Pause noch zur knappen Wende und zum positiven 13:11-Halbzeitstand führte. Eine entsprechend deutlich sichtbare Reaktion war in der zweiten Halbzeit gefordert!

Diese trat zwar dann auch ein, mutierte dabei jedoch in keinster Weise zum erwarteten Feuerwerk und ging zudem stark mit dem eintretenden Nachlassen des Unterklassigen einher, der nach dem 13:12-Anschluss gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs bis zur 37. Spielminute und beim Stand von 18:13 gar den Anschluss zu verpassen drohte.

Entsprechend einfacher fiel das Torewerfen und -verhindern mit zunehmender Spieldauer, sodass trotz blassem Auftritt dennoch einige Experimente und Überraschungen auf Seiten der Gäste drinlagen. So tauchte Routinier Robert Konecnik beispielsweise in der Schlussviertelstunde auf der Spielmacher-Position auf und Nachwuchstorhüter Renato Milosevic kam in seiner Heimat zum Debüt im NLA-Team des HSC Suhr Aarau. Bezeichnenderweise avancierte zudem Rückraumspieler Nicolas Suter mit sieben Toren zum besten und treffsichersten linken Flügel seines Teams.

Am Ende resultierte ein glanzloser 34:19-Sieg, der dem Team den Weg in die Cup-Achtelfinals ebnete. Eine, im Hinblick auf das bevorstehende Mammutprogramm, für die Moral durchaus willkommen gewesene Offenbarung sieht dabei aber leider anders aus! So bleiben dem Team nun lediglich drei Trainingseinheiten, bevor am Samstag, 08. November 2014 am 18.00 Uhr in der Zürcher Saalsporthalle der Startschuss zur Rückrunde fällt. Im Duell gegen das fünftplatzierte GC Amicitia Zürich ist eine Leistungssteigerung gegenüber dem heutigen Cupauftritt dabei unabdingbar.

BSV Bern Muri II - HSC Suhr Aarau 19:34 (11:13)
Spitalacker Bern - 150 Zuschauer - SR: Anthamatten/Walpp, Del.: Von Känel.
HSC: Wick (1. - 55., 12/3 Paraden), Milosevic (55. - 60. und für 1 Siebenmeter, 1 Parade), Buholzer (1), Josic (3), Kasapidis (4), Kaufmann (2/2), Konecnik (6/1), Romann (7), L. Strebel (1), Studer (3), Suter (7), Zuber, P. Strebel.

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