Handball

HSC Suhr Aarau siegt dank Steigerungslauf!

megaphoneVereinsmeldung zu HSC Suhr AarauHSC Suhr Aarau
HSC-Rückhalt Tobias Wipf.

HSC-Rückhalt Tobias Wipf.

Das SHL-Team des HSC Suhr Aarau hat auch sein drittes Auswärts- und Meisterschaftsspiel der Saison 2015/16 in Folge gewonnen und bleibt damit weiterhin ungeschlagener Tabellenführer.

Vor 400 Zuschauern lag das Team dabei zur Pause zwar noch mit 15:17 zurück, steigerte sich aber im zweiten Durchgang deutlich und gewann schlussendlich verdient mit 30:23.

Im ersten Aargauer-Derby der noch jungen Spielzeit stand dabei Torhüter Martin Pramuk leider nicht zur Verfügung, dafür kehrte Flügel Philipp Wildi an seiner alten Wirkungsstätte ins Kader zurück, während der Gastgeber auf den erkrankten, ehemaligen HSC-Junior Florian Wirthlin verzichten musste.

Möhlin erwischte dabei den deutlich besseren Start und führte schnell mit 4:0, während sich das favorisiterte HSC-Team in der neuen, schmucken Steinlihalle lange nicht (zurecht)fand. So war es Tim Aufdenblatten der in der 8. Spielminute überhaupt erst den ersten HSC-Treffer des Spiels markieren konnte, ehe der Gastgeber unaufhaltsam weiter davon zu ziehen vermochte.

Frühe Auszeit nach schwachem Start

Beim Stand von 7:1 nach elf Spielminuten zog HSC-Cheftrainer Markus Jud daher folgerichtig seine frühe erste Auszeit, die via 2:7 und 4:8 zum 5:10 führte. Dabei kassierte jedoch Teamleader Misha Kaufmann bereits früh seine zweite Zeitstrafe und lief so in der Folge Gefahr, früh nicht mehr ins Spiel eingreifen zu dürfen.

Weil zudem Tobias Wipf in Zusammenarbeit mit der Abwehr noch keinen eigentlichen Ballgewinn verzeichnen konnte, kam mit Silas Rieder der U19-Torhüter zwischen der 16. und 21. Spielminute zu einem Kurzeinsatz, nach welchem sich Wipf aber glücklicherweise gemeinsam mit seiner Abwehr fing und sich das Team allgemein in allen Mannschaftsteilen zu steigern begann.

Statement Markus Jud zum Spiel

Statement Markus Jud zum Spiel

Kaufmann, in der Abwehr nun vorsichtshalber auf dem Flügel "parkiert" und handikapiert durch eine Zerrung führte in der Folge gemeinsam mit Vizecaptain Stevan Kurbalija sein Team unnachahmlich und vermehrt zurück in Reichweite der Hausherren, denen nach 20 Minuten bereits merklich die Puste ausging.

Via 12:17 kämpfte sich das Team so bis zur Halbzeit, auch dank der Treffsicherheit von Joël Bräm noch zurück zum versöhnlichen, knappen 15:17-Pausenrückstand. Während Möhlin dabei über weite Strecken gefühlt am eigenen Leistungslimit agierte und zum Ende der Halbzeit hin bereits abzubauen begann, war beim SHL-Team des HSC Suhr Aarau noch reichlich Steigerungspotzenzial vorhanden, obschon der Steigerungslauf bereits eingesetzt und das eigene Spiel langsam fahrt aufgenommen hatte.

Bann gebrochen

Entsprechend gewillt, die Partie endgültig zu drehen und zu dominieren, nahm das Team die zweite Halbzeit in Angriff. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff war dann die erste Führung der Partie (18:17 nach 34 Spielminuten) endlich Tatsache, der Bann gebrochen und der Knoten endgültig geplatzt. So vermochte sich nun HSC-Schlussmann Wipf, unterstützt von der markant besseren Abwehrarbeit und durch den stark und stetig abbauenden Gegner, vermehrt sehenswert auszuzeichnen, während seine Vorderleute zudem die Ballgewinne nun vor allem in Person von Kaufmann, Bräm, Kurbalija und Patrick Strebel auch effizienter zu verwerten wussten. Zwar blieben dabei auch einige HSC-Akteure unter ihren Möglichkeiten, das Team lief fortan aber niemehr Gefahr, die nun ganzheitliche Kontrolle über das Spiel aus den Händen zu verlieren.

Die Hausherren liefen dafür zu sehr auf dem Zahnfleisch und agierten zu harmlos: In den ersten zwanzig Minuten der zweiten Halbzeit erzielten sie nämlich lediglich drei Tore und am Ende während dem kompletten zweiten Durchgang gar noch lediglich deren sechs. Dies führte zwar, nach dem Debakel vergangenes Wochenende gegen Baden (22:34-Niederlage nach 13:13-Pausenstand), zu keiner weiteren Kanterniederlage, jedoch wieder zu nichts Zählbarem.

Am Ende gewann der HSC Suhr Aarau nämlich, wenn auch ohne zu brillieren, verdient mit 30:23. Die nach dem Fehlstart dringend geforderte Steigerung avancierte dabei über die gesamte Spieldauer gesehen zu einem regelrechten Steigerungslauf, in dem das Team zudem die nötige Moral bewies - Charaktertest bestanden!

Nun freut sich die HSC-Familie gemeinsam auf das erste Heimspiel der Saison 2015/16 von kommendem Sonntag, 27. September 2015. Dann erwartet der Tabellenführer die SG Horgen ab 17.00 Uhr zum ersten Pflichtspiel der Saison in der Schachenhalle.

TV Möhlin - HSC Suhr Aarau 23:30 (17:15)
Steinli Möhlin - 400 Zuschauer, SR: Keiser/Rottmeier, Del.: Hartmann.
TV Möhlin: Jelovcan (13 Paraden), Bamert (1 Parade), Wirthlin (2), Buholzer (3), Doormann (2), Hock (9), Schröder (3), Kaiser (3), Tokic, Freitag, Meier, Soder, Trüssel.
HSC Suhr Aarau: Wipf (1. - 16., 21. - 60., 12 Paraden), Rieder (16. -21., 0 Paraden), Bräm (7), Prachar (1), Romann (2), Aufdenblatten (4), Kurbalija (4), Kaufmann (10/4), P. Strebel (2), L. Strebel, Kägi, Konecnik, Wildi, Josic.

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