Dem NLA-Team des HSC Suhr Aarau steht das nächste Auswärtsspiel der Finalrunde 2018 bevor. Am Mittwoch, 28. Februar 2018 gastiert es um 19.30 Uhr als Aussenseiter in der Thuner Lachenhalle - HOPP HSC!

In der Rolle des Herausforderers zeigte das NLA-Team bisher eine gute Finalrunde. Bedenkt man dabei, dass das Team von Cheftrainer Misha Kaufmann noch nie in Bestbesetzung antreten konnte und dadurch zuweilen arg zum Improvisieren gezwungen war, fällt das Zwischenfazit nach der Hälfte der Finalrunde gar noch positiver aus. Der erste Finalrundensieg der Vereinsgeschichte beim HC Kriens-Luzern, die weiteren vier Spiele, in denen schlussendlich Kleinigkeiten den Unterschied machten und zumeist die breiter besetzten Kader der Gegner den Ausschlag gaben, sie waren und sind enorm wertvoll für die Entwicklung des Teams, das im Hinblick auf die kommenden, ambitionierten Jahre und Ziele "möglichst viel für die Zukunft mitnehmen will" wie es der zum Saisonende hin scheidende Captain Patrick Romann treffend formulierte.

Der 24-Jährige wird auch am Mittwoch in Thun leider fehlen - ausgerechnet auf seiner Abschiedstour hält ihn eine hartnäckige Hirnerschütterung davon ab, seine letzten Spiele zu bestreiten. Die gesamte HSC-Familie hofft, dass der Captain bald wieder auf das Spielfeld zurückkehren kann, um seine eindrückliche Karriere so zu beenden, wie es eine Identifikationsfigur wie er schlicht verdient hat. Die Verletzung braucht aber vor allem Geduld - die Unterstützung ist ihm dabei Seitens HSC Suhr Aarau ohne jeglichen Druck stets gewiss.

Währenddessen feierte Tim Aufdenblatten am vergangenen Sonntag in Bern ein starkes Comeback. Der 22-Jährige erwartete dieses sehnlichst und stellte dabei seinen Wert für diese Mannschaft, offensiv wie defensiv, erneut eindrücklich unter Beweis. Es stellt sich für die HSC-Familie ebenso wie für den neutralen Beobachter die Frage, was dieses Team wohl in Bestbesetzung und dann auch noch eingespielt zu leisten im Stande wäre? Bleibt zu hoffen, dass dies spätestens in den Playoffs der Fall sein wird! Das Team, von seinem Cheftrainer Misha Kaufmann immerzu einwandfrei taktisch vorbereitet und eingestellt, weiss aber seit Tag 1 und bis zur letzten Spielsekunde der Saison mit grossem Kampf und grosser Leidenschaft zu gefallen - allen Umständen zum Trotz und ohne Ausreden.

So reist es auch am kommenden Mittwoch nach Thun, um dort Zählbares mitzunehmen. Der europäisch zusätzlich belastete Gegner liess dabei ausgerechnet am vergangenen Sonntag mit seinem ersten Sieg in der diesjährigen EHF-Cup Gruppenphase gegen die Spanier von Granollers aufhorchen und wird mit zusätzlichem Selbstvertrauen die eigentlich erwarteten und in der Meisterschaft zuletzt etwas bemerkbar gewordenen, müden Beine damit wettmachen. Besonders vor heimischer Kullisse, dieser besonderen Lachenhallen-Atmosphäre, ist es für jeden (wie am letzten Wochenende gesehen auch internationalen Gegner) schwierig, zu punkten. Zumal sich für den Tabellenzweiten letztmals in dieser einmaligen Konstellation die Chance ergibt, den Schweizer Meistertitel zu gewinnen. Nach der Saison verlassen Lenny Rubin und Lukas Von Deschwanden den Verein Richtung Bundesliga, Captain Roman Caspar beendet seine Karriere und Viktor Glatthard zieht es beruflich bedingt nach Skandinavien. Dahinter entwickelt sich jedoch um Torhüter Marc Winkler, Nicolas Suter, Nicolas Raemy und Ron Delhees eine ebenso namhafte und ambitionierte Garde, die das "Wackerhärz" ebenso in sich trägt.

Im Duell der beiden zuschauerstärksten Vereine wird am Mittwoch ein entsprechend attraktives Spiel erwartet, das von WackerTV in gewohnt hochstehender Produktion live aus der Lachenhalle übertragen wird. Das Duell läutet die zweite Hälfte der Finalrunde 2018 ein und lässt das Handballherz auch bei diesen eisigen Temperaturen höher schlagen. Die Vorfreude auf das Spiel und den Saisonendspurt sind entsprechend riesig - immer weiter, HSC-Familie - HOPP HSC!