Das SHL-Team des HSC Suhr Aarau hat in überragender Manier mit 33:23 gegen die HSG Siggenthal gewonnen und damit die Tabellenspitze zurück erobert. Bereits zur Pause führte das Team dabei mit 15:6.
Nach der vorangegangenen Niederlage der Endinger in Schaffhausen (31:33 am Freitag) winkte dem HSC Suhr Aarau bei einem Erfolg im Aargauer-Derbyduell gegen die HSG Siggenthal gar die Tabellenspitze - dabei mussten die Adler jedoch ohne ihren langzeitverletzten Teamleader Misha Kaufmann sowie den gesperrten Lukas Strebel antreten, während Torhüter Tobias Wipf nach überstandener Adduktorenverletzung erstmals im Jahr 2016 überhaupt wieder im Kader stand.
In der schmucken GoEasy-Arena übernahm Tim Aufdenblatten von Beginn an in Angriff und Abwehr Verantwortung und den Part von Misha Kaufmann, der seinem Team wiederum von der Bank aus beistand und seine Mitspieler immerzu mit wertvollen Tipps unterstütze. 
Via 3:1 und 4:2 befand sich das dezimierte HSC-Team trotz erster Unterzahl-Situation nach einem Viertel der Partie dabei weiter mit 6:4 in Führung, ehe Beau Kägi erstmals das Spielfeld betrat und sogleich die Position des Spielmachers bekleidete.
Mit dem etatmässigen Flügelspieler im Rückraum setzte sich der Tabellenzweite, der in Robert Konecnik wiederum eine äusserst verlässliche Grösse in Angriff und Abwehr in seinen Reihen wusste, so via 8:5, und zwischenzeitlichem Gastgeber-Timeout, gar auf 10:- und 12:5 ab, wobei den verzweifelten Siggenthalern dabei während über zehn Spielminuten kein Torerfolg mehr gelang.
Angeführt vom an beiden Enden des Spielfelds präsenten, stark aufspielenden und dabei treffsicheren Tim Aufdenblatten, vermochte das SHL-Team des HSC Suhr Aarau, als leidenschaftliches Kollektiv agierend, nämlich um Abwehrhüne Martin Prachar und vor Rückhalt Martin Pramuk wiederum ein Abwehrbollwerk zu errichten, das schier unüberwindbar schien.
Das HSC-Team  steigerte sich dabei über den Kampf und die Leidenschaft förmlich von Aktion zu Aktion in die Partie, die so bereits früh in deren Kontrolle geriet. In Beau Kägi hatte der Tabellenzweite dabei einen überragenden Wert in seinen Reihen, der mit seinen pfeilschnell initiierten und vorgetragenen Auslösehandlungen meist am Ursprung aller richtigen Entscheidungen und damit erfolgreichen Aktionen stand.
Aus der kompakten Deckung heraus, für deren grandiose Arbeit der sehenswerte Steal von Joël Bräm in der 20. Spielminute sinnbildlich steht, fuhr das Team so gekonnte Gegenangriffe in Form von Gegenstössen der ersten und zweiten Welle oder via überlegtem, ruhigem Spielaufbau, die zudem effektiv und effizient genutzt werden konnten.
Wäre die Chancenauswertung dabei noch etwas optimaler ausgefallen, hätte das Team bereits zur Halbzeit mit zehn Toren Unterschied geführt - so aber betrug der HSC-Vorsprung nach der Hälfte des Spiels unglaubliche neun Tore (15:6)! Vor allem die nur sechs kassierten Gegentreffer sprachen dabei eine deutliche Sprache, zumal der Spielverlauf die Gastgeber dabei zusehends entnervte und deren Fans, die gefürchtete "Rote Wand", zunehmend ruhiger werden liess.
Mit dem ersten Ballgewinn im zweiten Durchgang, den Joël Bräm sicher per Gegenstoss verwertete, wurde die erste Zehn-Tore-Führung der Partie dann in der 32. Spielminute dennoch bereits früh Tatsache. Waren die Hausherren aber zuvor, wenn dann über Rückraumspieler Egloff erfolgreich, gelangen ihnen in der Folge nun zunehmends einfachere Tore.
Unterstützt durch deren nun offensiver interpretierte Abwehr, die HSC-Shooter Patrick Romann in Manndeckung nahm, resultierten so auch einige HSC-Fehler und entsprechende Ballgewinne, die die HSG in einfache Torerfolge umzumünzen wusste. Die Partie aber hatte das SHL-Team des HSC Suhr Aarau immerzu im Griff. Erfreulicherweise kam Tobias Wipf so in der 42. Spielminute zu seinem langersehnten Comeback, während dem er sich mehrmals sehenswert auszuzeichnen vermochte.
Im Angriff wusste sich Neo-Mittelmann Beau Kägi indes, die sich nun aufgrund der Manndeckung auf Patrick Romann und zuweilen auch auf Tim Aufdenblatten anbietenden, grossen Räume im Stile eines Routiniers Mal für Mal auszunutzen. Er spielte die gegnerische Abwehr dabei zuweilen schwindlig und stand so am Ursprung zahlreicher weiterer Torerfolge oder zugesprochener Strafwürfe, die Stevan Kurbalija souverän verwertete.
Dass das Spiel trotz klarem Verlauf und Spielstand dennoch dem Derbycharakter gerecht wurde, zeigte sich beispielsweise am Disbut zwischen Joël Bräm und HSG-Torhüter Benjamin Rudolf, nach welchem beide Akteure mit je einer Zeitstrafe bedacht wurden. Das überharte Frustfoul von Patrick Mathys gegen den danach bzw. damit ausser Gefecht gesetzten Patrick Romann war beim Stand von 27:18 in der 51. Spielminute dabei schon eher fragwürdig und äusserst unnötig.
HSC-Trainer Guido Frei konnte so all seinen Schützlingen wertvolle Einsatzzeit gewähren, die allesamt ihren Teil zum Erfolg beitrugen: Mit seinem Timeout fünf Minuten vor Spielende initiierte er dabei zudem die Einwechslung der Jungspunde Raphael Rohr, Nico Schwab und Philipp Wildi. 
Am Ende resultierte ein hochverdienter, weil vollends übelegener 33:23-Sieg im Aargauer Derby gegen die HSG Siggenthal. Im Vorbericht auf das Duell wähnten sich diese noch als eventuell vermeintliche, nachbarschaftliche Unterstützer des TV Endingen - nach dem Spiel waren und sind die Rollen nun jedoch wieder klar ausgewiesen.
Mit dem deutlichen Auswärtssieg erklimmt das SHL-Team des HSC Suhr Aarau wieder die Tabellenspitze der NLB-Meisterschaft und schraubt zusätzlich sein nun im Vergleich mit dem TV Endingen um drei Tore besseres Torverhältnis weiter in die Höhe - ein insgesamt hocherfreulicher, äusserst wertvoller und schöner Erfolg.
Mit dem nun bevorstehenden elften Saison-Heimspiel am kommenden Sonntag, 20. März 2016 gegen den HC KTV Altdorf (17.00 Uhr Schachenhalle) schliesst das Team nun die acht Pflichtspiele andauernde, intensive Saisonphase seit der Wiederaufnahme Ende Januar ab und will sich dabei mit einem Erfolg als Tabellenführer in die Osterpause verabschieden, zumal es mit den Altdorfern dabei noch eine Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen hat.
HSG Siggenthal - HSC Suhr Aarau 23:33 (06:15)
GoEasy Arena - 400 Zuschauer, SR: Capoccia/Jucker, Del.: Bruilé
HSG Siggenthal: Rudolf (0 Paraden), Szilagyi (3 Paraden), M. Moser (4), P. Moser (1), Ramseier (2), Egloff (5), Mathys (1), Meier (2), Hauller (7/4), Hess (1), Bürli, Burri, Merz.
HSC Suhr Aarau: Pramuk (1. - 42., 6 Paraden), Wipf (42. - 60., 5 Paraden), Bräm (4), Rohr (1), Josic (2), Romann (2), Aufdenblatten (8), Konecnik (4), Kurbalija (7/7), Kägi (4), P. Strebel (1), Schwab, Prachar, Wildi.