Das SHL-Team des HSC Suhr Aarau hat auch sein zweites Heimspiel der Saison 2015/16 gewonnen und bleibt damit auch nach sechs Meisterschaftsspielen ungeschlagen. Gegen den TV Steffisburg resultierte ein knappes 28:26, wobei das Skore zur Pause mit 15:15 gar noch ausgeglichen stand.

Vor 622 Zuschauern, darunter zahlreiche, begeisterte Camp-Kids mit deren Familien, entwickelte sich von Beginn an eine unterhaltsame Partie. Die Gäste aus Steffisburg hielten dabei gut mit und wussten mit ihrer frechen Spielweise zu gefallen, während das Heimteam effizient und besonnen begann. Via 3:3 vermochte es sich auf 6:4 und 7:5 (Stevan Kurbalija traf sehenswert freikombiniert per lässigem Heber) allmählich abzusetzen.

Der Steigerungslauf schien sich auch in der Folge unaufhaltsam fortzusetzen: Mit 11:7 führte das Team nämlich sicher und kontrollierte die Partie, ehe sich beidseits erste Fehler einschlichen, die das Skore lange hielten. Gleiches geschah dann beim zwischenzeitlichen 13:9, das sich gar von der 18. bis zur 21. Spielminute hielt, erneut, was HSC-Cheftrainer Markus Jud auch zum Anlass nahm, sein erstes Time-Out einzuberufen.

Nach diesem wechselte er munter durch, brachte Wipf für Pramuk, tauschte Bräm mit Kägi und gewährte den beiden Jung-Linkshändern Philipp Wildi und Raphael Rohr wertvolle Einsatzminuten. Letzterer ersetzte den leicht am Sprunggelenk angeschlagenen Robert Konecnik.

Das HSC-Spiel erlitt in der Folge aber einen Bruch, der den Gästen den Anschluss gewährte und gar mehrmals die Chance zum Ausgleich offenbarte. Dieser gelang den gefälligen, frechen Berner Oberländern jedoch erst mit der Pausensirene. Mit 15:15 wurden entsprechend die Seiten gewechselt - nach solidem Beginn ein eher enttäuschender Halbzeitstand, den es im zweiten Durchgang unbedingt zu korrigieren galt.

Dies gelang vorerst jedoch nicht wunschgemäss. Zwar vermochte das Team jeweils vorzulegen, die glücklichen Steffisburger, eingeladen von einer zeitweise passiven HSC-Abwehr, jedoch jeweils prompt und sehenswert nach zu ziehen. Sie liessen sich so auch nie vorentscheidend abschütteln, weil es der Gastgeber seinerseits verpasste, die wenigen, sich dafür anbietenden Chancen zu nutzen.

Entsprechend unruhiger wurde die Schachenhalle mit zunehmender Spieldauer, während die Steffisburger weiter mit dem Glück des Tüchtigen belohnt wurden, agil und frech agierten. Erst als sie erstmals merklich abzubauen und Eigenfehler zu produzieren begannen, packte das Heimteam seine Chance am Schopf und warf angeführt vom treffsicheren Ljubomir Josic in der 52. Spielminute erstmals überhaupt in der zweiten Halbzeit wieder einen Drei-Tore-Vorsprung heraus.

Noch einmal kämpften sich die leidenschaftlichen Steffisburger aber zurück, schafften bis zur 55. Spielminute den erneuten 25:24-Anschluss, hielten die Partie via 26:25 (58.) und 27:26 (60.) bis zuletzt offen und durften in Überzahl gar von der Sensation bzw. einem Punktgewinn träumen. Zwei beherzte Einzelaktionen von Geburtstagskind Patrick Romann erlösten die Schachenhalle aber letztlich glücklicherweise und führten zum knappen 28:26-Heimerfolg.

Nach dem frühen, bitteren Cup-Aus im ewigen Derby-Duell gegen den TV Endingen unter der Woche, das dem Team noch anzumerken war, die willkommene und geforderte Rehabilitation, nach welcher das Team weiterhin ungeschlagen bleibt, aufgrund des schlechteren Torverhältnisses nun aber erstmals die Tabellenführung an den TV Endingen abgeben musste.

Nun folgen in diesen intensiven Tagen und Wochen zwei weitere, wegweisende Partien gegen die beiden ersten Verfolger des ungeschlagenen Spitzenduos: Am kommenden Freitag, 16. Oktober 2015 um 20.00 Uhr in der BBC-Arena gegen die Kadetten Espoirs und am darauffolgenden Sonntag, 25. Oktober 2015, 17.00 Uhr in der Schachenhalle Aarau gegen die HSG Siggenthal - HOPP HSC!

HSC Suhr Aarau - TV Steffisburg 28:26 (15:15)
Schachenhalle Aarau - 622 Zuschauer, SR: Bär/Süess, Del. Widmer.
HSC Suhr Aarau: Pramuk (1. - 21., 31. - 60., 9/2 Paraden), Wipf (21. - 30., 1 Parade), Bräm (4), Josic (9), Romann (5), Aufdenblatten (1), Kurbalija (4/1), Kaufmann (4/2), P. Strebel (1), L. Strebel, Kägi, Prachar, Rohr, Wildi.
TV Steffisburg: Gugger (1. - 12., 1 Parade), Eggenberger (12. - 60., 13/1 Paraden), Glatthard (2), Simon (1), Badertscher (2), Wyttenbach (10), Manse (1), Rathgeb (4), Krainer (4), Zwahlen (2), Sorgen, Felder, Lutz.