HSC SUHR AARAU

HSC-Handballer besiegen sensationell den amtierenden Cupsieger Pfadi Winterthur

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Foto Wagner, Siglistorf

Foto Wagner, Siglistorf

Das NLA-Team des HSC Suhr Aarau hat am Mittwochabend des 07. März 2018 vor 648 Zuschauerinnen und Zuschauern den amtierenden Cupsieger Pfadi Winterthur mit 29:25 besiegt. Es handelt sich dabei um die erste Niederlage, die die Winterthurer in der Finalrunde überhaupt erleiden. Das NLA-Team bleibt damit vor heimischem Publikum gegen die Pfader in der Saison 2017/18 nach dem 20:20-Unentschieden zum Saisonauftakt Ende August des letzten Jahres unbesiegt - im Hinblick auf ein weiterhin mögliches Duell in den Playoffs ein nicht zu unterschätzendes Ausrufezeichen, obwohl das NLA-Team dabei so oder so keinen Heimvorteil geniessen wird.

Vor der Partie, die aufgrund der Verspätung des arg dezimierten Gästeteams 15 Minuten später als angesetzt angepfiffen wurde, wurde NLA-Rekordspieler Marcel Hess im Hinblick auf sein allenfalls letztes Gastspiel in der Schachenhalle unter tosendem Applaus der HSC-Familie für seine eindrückliche Karriere geehrt. Ein Gänsehautmoment, den vor allem den Direktbetroffenen zu beflügeln schien. Am Kreis in Szene gesetzt, zeigte er sich für die ersten beiden Gästetore verantwortlich, die das Spiel bis zur 7. Spielminute ausgeglichen hielten. Der Gastgeber indes vermochte jeweils sehenswert vorzulegen und sich bis zur 10. Spielminute erstmals auf 5:3 und später gar 8:5 abzusetzen. Im Duell der beiden stärksten Defensiven der Nationalliga A fiel auf Seiten des HSC Suhr Aarau das variable, von Regisseur Tim Aufdenblatten stark interpretierte Angriffs- und Mannschaftsspiel auf, das in Unter- sowie Überzahl, vor allem aber auch in Gleichzahl jeweils schöne Winkel für die treffsicheren Flügel Patrick Strebel und Timothy Reichmuth sowie Freiräume für den mannschaftsdienlichen Kämpfer Martin Slaninka am Kreis generierte, die das Heimteam zumeist zu nutzen wusste.

Dennoch schaffte Pfadi Winterthur, in Überzahl agierend, den 8:8-Anschluss (19. Spielminute) und realisierte bis zur 27. Spielminute, auch dank der Hereinnahme von Schlussmann Schulz, die erstmalige Führung (11:12 aus Sicht des HSC Suhr Aarau). Weil es in dieser Phase und bis 116 Sekunden vor Schluss die HSC-Fehler nun brutal konsequent bestrafte, zog es gar spielend auf 14:11 davon. Das Heimteam aber kämpfte sich aus dieser kleinen und kurzen Schwächephase eindrücklich zurück und vermochte bis zur Halbzeit beim Stand von 13:14 mehr als nur Anschluss zu halten.

Bis zur 40. Spielminute lief es danach jeweils einem Ein-Tore-Rückstand hinterher, den es jeweils stets zu egalisieren wusste. Patrick Strebel drehte diesen Mechanismus allerdings danach mit seinem Führungstreffer zum 19:18 und Milan Skvaril warf wenig später gar unnachahmlich die umjubelte und auch verdiente Drei-Tore-Führung (23:20 in der 47. Spielminute) heraus. Pfadi kam erneut zurück, schloss zum 23:22 auf, verfehlte aber nach dem folgerichtigen HSC-Timeout gleich drei Mal in Folge seine Würfe in Person von Kevin Jud, Marcel Hess und Jonas Langerhuus. Ein Doppelschlag des omnipräsenten Tim Aufdenblatten liess das Heimteam dann umso konkreter an der Sensation schnuppern. Weil es in allen Mannschaftsteilen überzeugte, in Dario Ferrante (11 Paraden) einen sicheren Rückhalt hatte, der wichtige Bälle parierte, einen offensiv bärenstarken Raphael Rohr in seinen Reihen wusste und vor allem diesen abgezockten Youngster Timothy Reichmuth mit gerade einmal 18 Jahren am linken Flügel und Siebenmeterstrich stehen hat, der mit seiner Performance und neun Toren bei neun Versuchen einmal mehr einfach nur beeindruckte, war an diesem Abend für die wackeren Pfader letztlich nichts Zählbares aus der Schachenhalle mitzunehmen.

Mit 29:25 gewann der HSC Suhr Aarau ebenso verdient wie spielerisch und kämpferisch überzeugend, aber keinesfalls selbstverständlich, gegen das Topteam Pfadi Winterthur die zweite Finalrundenpartie seiner Vereinsgeschichte und dies dabei erstmals überhaupt vor heimischem Publikum - grandios! Damit schliesst das Team von Cheftrainer Misha Kaufmann bis auf einen Punkt zum fünftplatzierten HC Kriens-Luzern auf, der bereits am kommenden Sonntag, 11. März 2018 um 16.00 Uhr in der Schachenhalle gastiert. Im Direktduell setzt das junge, hungrige HSC-Team mit der Unterstützung seiner treuer Anhänger, entsprechend alles daran, zwei Runden vor Abschluss der Finalrunde erstmals überhaupt, den fünften Tabellenrang zu erobern. Mit einer ähnlich konzentrierten, konsequenten und überzeugenden Leistung wie am Mittwoch gegen Pfadi keineswegs ein Ding der Unmöglichkeit.

HSC Suhr Aarau - Pfadi Winterthur 29:25 (13:14)
Schachenhalle Aarau, Schiedsrichter: Castineiras/Zwahlen.
HSC Suhr Aarau: Ferrante (11/1 Paraden), Kropf (n.e.), Reichmuth (9/4), Baumann (1), Skvaril (6), Aufdenblatten (4), Rohr (5), P. Strebel (3), Slaninka (1), Isailovic, Prachar, Romann, L. Strebel, Laube, Christ (n.e.).
Pfadi Winterthur: Vaskevicius (6 Paraden), Schulz (3 Paraden, 1 Tor), Bräm (5), Hess (5), Langerhuus (4/1), Heer (1), Jud (6/2), Kuduz (1), Svajlen (2), Pecoraro, Kasapidis, Freivogel, Sidorowicz (n.e.).

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