Die Vorbereitung für den Wettkampf lief alles andere als ideal. Eigentlich hätte der Stausee Cup, welcher am 3. November stattfand, als Hauptprobe für die Schweizermeisterschaft gelten sollen.

Doch die „Choreo“ musste kurzfristig umgestellt werden, weil zwei Aktive Turnerinnen nicht teilnehmen konnten, da Sie am Kanti-Elternabend unentbehrlich waren. Zudem wurden nach dem Stausee Cup, welcher ja erst vor drei Wochen stattfand, noch zwei weitere Elemente eingebaut - der Schwierigkeitsgrad musste erhöht werden.

Mit viel Schweiss und hartem Training konnten sich aber alle wieder gut zurechtfinden und so ging die Fahrt am Samstag, 24. November, früh morgens los. Neun motivierte junge Frauen, ein Hahn im Korb und zwei ebenso nervöse Leiterinnen fuhren Richtung Frauenfeld. Kurze Zeit später folgte schon der erste Krisenmoment: Stau vor dem Gubrist-Tunnel!

Endlich in Frauenfeld angekommen hiess es sofort Einwärmen, Blockvorstellung und Programm abliefern. Zum Glück war das Team schon eingeschworen von den vielen Wettkämpfen, welche Sie in der Vergangenheit zusammen bestritten hatten. Nur die Leiterinnen waren bei so viel nervenaufreibenden Momenten schon vor Beginn des Wettkampfes um ein paar Jahre gealtert. Das Publikum wurde von der Hammer-Show in den Bann gezogen und es wurde gejubelt und im Takt mitgeklatscht. Viele Fans, treue Freunde und Verwandte, welche extra angereist waren, heizten die Stimmung weiter an!

Und offenbar hat sich der Glücksbringer, welcher ihnen im Voraus übergeben wurde bewährt. Das Resultat: Note 9.43! Neue persönliche Bestnote für das junge Team. Der absolute Wahnsinn! Freudenschreie hallten durch den Raum und alle fielen sich erleichtert in die Arme. Aber dann hiess es abwarten. Reicht es für den Einzug ins Finale? Es ist bekannt, dass es einige Teams gibt, welche ebenfalls so stark wie die Boswiler turnen. Dann endlich folgt die Erlösung: Zum ersten Mal in der Geschichte steht ein Aerobic Team des Damenturnverein Boswil im Finale. Wahnsinn, ein Traum wird wahr! Die viele harte Arbeit hat sich gelohnt.

Am Sonntag durften dann die jungen Turnerinnen und ihr junger Turner nochmals Vollgas geben. Mit der ebenfalls hervorragenden Note von 9.32 belegten sie den 6. Platz. Bei der anschliessenden Siegerehrung mit Nationalhymne wurden nochmals viele Emotionen freigelegt. Ein eindrückliches Erlebnis welches das ganze Team und ihre Leiterinnen mit nach Hause nahmen. Und es ist jetzt schon klar, es macht Lust auf mehr!