Am Donnerstagmorgen hätte das Wetter nicht besser sein können, als um 9 Uhr 55 siebzehn Wanderer und der kleine Zwergschnauzer «Bacio» erwartungsfreudig die WSB Richtung Aarau bestiegen. Nur auf dem Distelberg war es noch etwas neblig.

Am Anfang der langen SBB-Unterführung begrüsste uns der Wanderleiter Alfred Zybach. Zügig starteten wir auf der Feerstrasse Richtung Norden. Gleich nach dem unterqueren der Laurenzervorstadt oberhalb des Tellirains hatten wir freie Sicht auf die schönsten Hügelzüge des Juras. Kein Wölklein trübte den blauen Himmel. An der alten Stadtgärtnerei vorbei, auf dem Zurlindensteg über die Aare und die kleine Insel, bogen wir rechts ab. Am Kraftwerk und dem neuesten Quartier der Stadt Aarau, der Aarenau, vorbei. 

Am Rüchlig-Stauwehr vorbei wanderten wir auf einem bequemen Weg für die nächste Dreiviertelstunde. Bei interessanten Diskussionen merkte man fast nicht wie schnell die Zeit verging. Gegenüber der schönen Front des Schlosses Biberstein, dessen markantes Bernerwappen von der strahlenden Mittagssonne beschienen wurde, rasteten wir für ein Weilchen. Zwei Fischer boten uns viel Gelegenheit über diese Sportart zu diskutieren und ein paar Witzchen zum Besten zu geben. Fast eine Stunde Marsch hatten wir noch vor uns, bis zu unserem Ziel, das Restaurant Schmitte in Auenstein. Unterwegs, nahe beim Kraftwerk Rupperswil, unterbrachen wir die Wanderung noch einmal für eine kleine Pause. Aber schon bald vertrieben uns aggressive Wespen vom Platze. Zwei Kameraden wurden sogar gestochen, und sie rieben ihre betroffenen Stellen noch lange nach dem Stich. Am schön renaturierten Tuffgraben vorbei (eine seltene Naturerscheinung, d.h. ein Bach, der immer Wasser führt, unabhängig von Niederschlägen) erreichten wir am frühen Nachmittag das Restaurant im schmucken Dorf Auenstein. Hier liessen wir uns verwöhnen mit einem schmackhaften Aargauerbraten oder einem riesigen Feuerwehrteller. 

Gut genährt verliessen wir fast zwei Stunden später wieder das gemütliche Lokal. Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten marschierten wir, diesmal auf der rechten Aareseite, wieder Aarau zu. Jetzt liessen wir uns etwas mehr Zeit, denn bis wir wieder beim Bahnhof Aarau anlangten, hatten wir ungefähr 18 Km zurückgelegt. Noch eine kurze WSB-Bahnfahrt und wir erreichten wieder unseren Ausgangspunkt, etwas müde aber zufrieden. Ein paar Kameraden beendeten diesen Wandertag noch bei einem Schlusstrunk in unserem Stammlokal, dem „Frohsinn“. Einen herzlichen Dank unserem Wanderführer Alfred Zybach.

Es freuen sich sicher schon einige Senioren auf die Schlusswanderung, die am 16. November 2016 stattfindet.

Eduard Matter