Martin Schuck vom Schweizer Vogelschutz / BirdLife Schweiz sorgte für einen durch und durch herrschaftlichen Beginn des Abends: Er berichtete über die Bündner Herrschaft. Die vielfältige Landschaft mit Weinbergen, Wald, Weiden und Hecken dieses nördlichsten Teils des Kantons Graubünden zieht Vogelarten an, die früher auch in Wettingen brüteten: Wendehals, Wiedehopf, Gartenrotschwanz, Zaunammer. Diese Arten und den Neuntöter lernten die anwesenden Mitglieder und Gäste in Bild und Ton näher kennen. Der Experte zeigte auf, mit welchen Massnahmen die Arten vor Ort gefördert werden. Einiges davon könnte auch in Wettingen ausprobiert werden, um den hier ausgestorbenen Arten wieder eine Chance zu geben.

Zur anschliessenden 84. Generalversammlung des Vereins konnte Co-Präsident Daniel Stucky 48 Mitglieder und 2 Gäste begrüssen. Auf die GV hin hatte der zweite Co-Präsident Helmut Nowack aus Altersgründen seinen Rücktritt eingereicht. Er war seit 25 Jahren im Vereinsvorstand und teilte sich das Präsidium seit 2007. Dieser Einsatz und die grossen Verdienste für den Verein wurden gebührend gewürdigt und mit einem anhaltenden Applaus verdankt. Helmut Nowack erhielt ein Fotoalbum überreicht, das sein Wirken festhält. Ausserdem vermachte ihm der Verein zwei Wettinger Holzbirnen-Bäume, die zur Pflanzung im Obstgarten an der Bergstrasse bestimmt sind. Als neuer Co-Präsident wählte die Versammlung einstimmig das langjährige Vorstandsmitglied Marco Kaufmann.

Vor der Genehmigung der Jahresrechnung nahmen die Anwesenden Kenntnis von der Abrechnung des Bauprojektes Dickerenbach. Der Ersatz eines Betonschachts durch einen tierfreundlichen Weiher erwies sich unvorhersehbar als viel aufwändiger als projektiert und budgetiert. Daher entstanden dem Verein Restkosten von Fr. 7‘600, welche eine nachträgliche Bewilligung brauchten. Die Versammlung erteilte diese jedoch ebenso einstimmig wie sie danach die Jahresrechnung genehmigte. (mu)