Nach einer Exkursion der etwas anderen Art führte der Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden seine Generalversammlung im Jungschizentrum durch. Das anschliessende Basteln und Pfeilbogenschiessen war bei Alt und Jung sehr beliebt.

Der Exkursionsleiter Hans-Ruedi Kunz suchte für ein Mal einen etwas anderen Zugang zur Natur. Begleitet von literarischen Texten und Texten bekannter Volkslieder zum Thema Mai wurden die Teilnehmer auf die Besonderheiten der Natur aufmerksam gemacht. Zum Teil wurde auch mit Gitarrenbegleitung gesungen. Das Experiment hat sich auf jeden Fall gelohnt. Man erfuhr auch, dass der Wonnemonat Mai eigentlich gar nichts mit Wonne zu tun hat, sondern sich aus dem altdeutschen Wunnimonath ableitet, was nichts anderes als Weidemonat bedeutet. Der Mai ist der Monat, in dem das Vieh wieder auf die saftigen Wiesen darf. Oder auch, dass die Mönchsgrasmücke nur wegen eines Überlieferungsfehlers aus dem Althochdeutschen so heisst. Richtig wäre der Name Mönchsgrauschlüpfer. Diese grauen Vögel schlüpfen geschickt durch das niedrige Dickicht.

An der eigentlichen Generalversammlung wurde kaum diskutiert. Die Vereinsfinanzen sind im Lot und der Jahresbeitrag wird weiterhin auf bescheidenen Fr. 30.- belassen. Der gesamte Vorstand wurde für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt.

Aus dem Jahresprogramm sind drei Anlässe besonders zu erwähnen: Die Orchideen-Wanderung im Reckholder Hubel findet am 15. Juni dieses Jahres statt. Dazu trifft man sich um 10 Uhr bei der Post in Reitnau. Der Mosttag wird dieses Jahr am 27. September durchgeführt, und am 18. November wird der Film „Das grüne Wunder – unser Wald“ gezeigt.

Am Schluss wurden die Mitglieder über verschiedene Projekte informiert. Die Sanierung des Weihers am Kirchweg, an dem sich der Verein mit Fr. 2'000.- beteiligt, ist abgeschlossen. Die nicht sanierte Hälfte des Weihers soll eine Feuchtstelle bleiben. Die Umgestaltung der Rasenfläche bei der Bächliturnhalle wurde aus finanziellen Gründen aus dem Gemeindebudget gestrichen. Daher übernimmt nun der Natur- und Vogelschutzverein die Kosten von Fr. 500.- für die Erstellung einer Blumenwiese. Stefan Ballmer stellte das Projekt zur Förderung von Wildbienen vor, das federführend vom Biologischen Gartenbauverein geleitet wird. Ziel dieses Projektes ist es, in einer ersten Phase kaum mehr vorkommende Arten von Wildbienen zu finden und diese zu fördern, indem das entsprechende artenspezifische Nahrungsangebot zur Verfügung gestellt wird. Schön wäre es, wenn das Projekt auf eine ganze Region ausgeweitet werden könnte.

Zum Schluss stellte die Geschäftsführerin von BirdLife Aargau, Kathrin Hochuli, die Waldohreule als Vogel des Jahres und das Programm für dessen Förderung vor.

Auch die Kinder kamen nicht zu kurz: Am Nachmittag wurden Handseifen eingefilzt und auch das obligate Pfeilbogenschiessen fand grossen Anklang.