Männerriege

„Gut Ding will Weile haben“

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Wer hört, dass es vom Startschuss für neue Tenues bis zum eigentlichen Fotoshooting fast auf den Tag genau acht Monate dauert, der wird sich sagen, dass es sich dabei wohl um eine echte Zangengeburt gehandelt haben muss. Dies trifft aber bei der Männerriege Tegerfelden nicht zu. Vielmehr ist es das Ergebnis eines längeren Prozesses, dessen Abschluss nun bei allen Beteiligten Freude und Genugtuung auslöst.

Anlässlich der 39. Generalversammlung der Männerriege Ende März hatte Volleyballtrainer Stephen Livingstone den Antrag gestellt, die alten Baumwollshirts durch neue, funktionellere und möglichst zeitgemässe zu ersetzen. Eine beträchtliche Anzahl hatte in den davor liegenden Jahren doch die Spuren der Zeit zu spüren bekommen. Sie sahen verwaschen aus oder waren etwas eingegangen und hatten dadurch zu Recht bei Männerrieglern anderer Vereine den einen oder anderen faulen Spruch provoziert.
Obwohl der Antrag an der Generalversammlung durchaus zu diskutieren gab, wurde er letztendlich einstimmig angenommen. Die Voten hatten zur Hauptsache mit der Finanzierung der Tenues zu tun. Auch hier setzte sich aber im Grundsatz einhellig die Meinung durch, es sei eine Finanzierung durch Sponsoren anzustreben, im Idealfall durch ortsanssässige Firmen. Nichtsdestotrotz signalisierten die Mitglieder der Männerriege ihre Bereitschaft, allenfalls auch zumindest einen Teil der Anschaffung selbst zu berappen, sollte dies notwendig werden.


Sponsorensuche als knifflige Aufgabe
Wer den Begriff Sponsorensuche hört, sagt sich meist: „Nun, das ist ja nicht weiter schwierig, man klopft einfach bei den Firmen an, formuliert sein Anliegen und muss einfach mit einer Absage rechnen." Ganz so einfach war es in diesem Fall nicht. Die Männerriege Tegerfelden führte nämlich Mitte Oktober gleich zwei Anlässe an einem Wochenende durch, nämlich einerseits das internationale Volleyballturnier, anderseits den traditionellen Herbstmarsch, letzteren im Auftrag des Kreisturnverbands. Für beide Anlässe mussten ebenfalls Sponsoren für diverse Naturalpreise gesucht werden. Es war nicht zuletzt deshalb, dass Präsident Erich Mühlebach genau diese Angelegenheit in seine Hände nahm. Ihm war klar, dass Firmeninhaber durch Doppel- und Dreifachanfragen zu Recht verärgert werden könnten.
Das Ergebnis dieses Vorgehens kann sich sehen lassen: Nicht nur für die Naturalpreise der beiden Anlässe wurde die notwendige Anzahl Sponsoren gefunden, auch für die neuen Tenues gab es diesbezüglich eine Erfolgsmeldung. Die Gebrüder Marco und Roger Zollinger, Inhaber der beiden Tegerfelder Firmen Zollinger Beschriftungen und Werbeprodukte AG, respektive Zollinger Thermobeschichtungen AG, erwiesen sich als echter Glücksfall für den Verein und steuerten zusammen einen grosszügigen Betrag bei. Ihnen sei an dieser Stelle im Namen der gesamten Männerriege für ihre wirklich bemerkenswerte Unterstützung gedankt.


Angeregte Diskussionen um Stil und Farbe der Tenues
Parallel zur Sponsorensuche mussten natürlich wichtige Entscheide betreffend Qualität, Stil und vor allem Farbe des neuen Dresses gefällt werden. Auch hier hatte Erich Mühlebach die nötigen Vorabklärungen bereits gemacht, und so kam es kurz vor den Sommerferien zu einer ersten Sichtung möglicher Tenues. Der Entscheid bezüglich des Modells war relativ schnell gefällt, weniger eindeutig war er allerdings betreffend der Hauptfarbe. Dieser Beschluss wurde denn auch vertagt, zumal an jenem Mittwoch nicht allzu viele Turner anwesend waren. Die Farbfrage war insofern verzwickt, als zum einen auf den nach wie vor in Verwendung stehenden Trainingsanzug Rücksicht genommen werden musste, zum andern aber auch die Hauptfarben der umliegenden Männerriegentenues in die Diskussion miteinbezogen wurden. So unterstützten mehrere Männer auch gelb oder weiss als Grundfarbe, letztlich setzte sich dann aber doch deutlich die bisherige Farbe orange durch, wobei der Farbton um einiges dunkler ist als bei alten T-Shirt.


Fotoshooting und Feuerprobe
In den beiden Monaten nach der definitiven Auswahl kam es leider zu einigen Verzögerungen, die zur Hauptsache mit Lieferschwierigkeiten vereinzelter Grössen zu tun hatten. So reichte es nicht, die Ende Oktober begonnene Wintermeisterschaft mit dem neuen Dress beginnen zu können. Umso grösser war die Vorfreude auf den 30. November, der Termin, an dem das grosse Fotoshooting stattfand. Fast alle aktiven Männerriegler fanden sich an diesem Abend in der Mehrzweckhalle ein, nur deren drei mussten sich aufgrund beruflicher Verpflichtungen abmelden. Für die Aufnahmen konnte Martin Stampfli gewonnen werden, der bereits beim entsprechenden Anlass der Frauenriege im Frühling 2010 hervorragende Arbeit geleistet hatte. Geschossen wurden nicht nur Aufnahmen des gesamten Vereins, sondern auch solche der drei Volleyballteams und des aktuellen Vorstands.
Eine Woche danach kam es gleichenorts zur Feuertaufe der neuen Tenues. Die erste Mannschaft stand vor ihrer dritten Meisterschaftsrunde gegen die Teams von Koblenz und Lengnau 1. Die Vorzeichen für einen erfolgreichen Einstand im neuen Dress waren denkbar schlecht: von den sieben Spielern, die an diesem Abend im Einsatz standen, waren gerade mal deren zwei fit. Von den angeschlagenen fünf litt einer an Grippe, zwei kämpften mit einer hartnäckigen Erkältung und weitere zwei schlugen sich mit Rückenproblemen herum. Umso bemerkenswerter war dann das Resultat: lediglich gegen Koblenz ging ein Satz ganz knapp verloren, die übrigen drei konnten dank aufopferungsvollem Kampf souverän gewonnen werden. Es bleibt die Hoffnung, dass dies als gutes Omen für den Rest der Meisterschaft zu werten ist, auch für die zweite und die dritte Mannschaft. Diese haben in den bisherigen Runden erfreuliche Ergebnisse verzeichnen können und gehen nun entsprechend erwartungsfroh an ihren ersten Auftritt im neuen Look. (sli)

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