Die Grünen Brugg sind erfreut über den einmal mehr positiven Abschluss der Rechnung 2009 der Einwohnergemeinde Brugg und stimmen dieser zu.

Nach wie vor nicht zu gefallen vermag die im Rechenschaftsbericht erwähnte Bilanz bei der Energieeffizienz. Schmerzlich zeigt sich hier wohl die fehlende Verbindlichkeit, z. B. in Form eines Labels "Energiestadt". Weshalb die drei Bauvorhaben als Beispiele erwähnt werden, ist nicht ganz nachvollziehbar. Der Minergie Standard des Sportausbildungszentrums Mülimatt ist eine kantonale Vorgabe, den sich die Stadt Brugg nicht auf die eigene Fahne schreiben kann. Bei den Umbauten der Altliegenschaften "Spitalrain 5" und "Untere Hofstatt 4" wären wohl weitergehende Energieeinsparungen möglich gewesen.

Die Gesamtüberarbeitung des Generellen Entwässerungsplans (GEP) ist für die Grünen Brugg unbestritten. Bei diesem GEP der 2. Generation handelt es sich um ein vorbildliches und zeitgemässes Planungsinstrument. Die Stadt Brugg braucht solche Grundlagen, um in diesem Bereich effizient und bedarfsorientiert zu Planen. Wichtig scheint den Grünen Brugg, dass bei der Weiterführung des GEP auch die Abstimmung mit dem Regionalen Entwässerungsplan (REP) gesucht und die zukünftige Stellung der ARA Umiken miteinbezogen wird.

Der kostenfreie Internet-Zugang in der Stadt Brugg ist für die Grünen Brugg keine vordringliche Aufgabe der öffentlichen Hand. Den Planungskredit für ein Konzept wird daher abgelehnt. Wenn private Anbieter wie die IBB offenbar ein Interesse an einem solchen Angebot haben, sollen sie die Planung selber an die Hand nehmen.

Die beiden Motionen zur Erweiterung des Mittagstischangebotes und zur familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung wurden vom Stadtrat gut angepackt. Der Start überzeugt. Nachvollziehbar ist auch, dass er die Umsetzung etappieren will und nicht alles auf einmal einführen kann. Die Evaluation wird zeigen, welche weiteren ergänzenden Massnahmen später zweckmässig und auf Brugg optimal zugeschnitten sind. Als stossend erachten die Grünen Brugg allerdings die allzu grobe Einteilung der Tarifstufen. Sie ist ungerecht und muss verfeinert werden. (tgr)