Trimbach Frühlingskonzert der Musikgesellschaft

Vor voll besetztem Saal machte die Musikgesellschaft Trimbach einen schwungvollen Auftakt zu ihrem Frühlingskonzert mit dem Marsch «Arnhem» von Albert Edward Kelly. Diesen Marsch komponierte Kelly 1956 in der Zeit als er die Militärmusik des «Royal Sussex Regiments» als Militärkapellmeister leitete. Bereits mit diesem ersten Stück spielten sich die Trimbacher Musikantinnen und Musikanten unter der bewährten Leitung ihres Ehrendirigenten Heinz Jäggi aus Aarau in die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer.

Präsidentin Beatrice Niederhauser begrüsste zum alljährlichen Frühlingskonzert, vorab Kantonsrat Rolf Sommer und Bürgergemeindepräsident Martin Staub. Anschliessend übergab sie das Wort an René Lüthi, der informativ und witzig durch das Abendprogramm führte. Im abwechslungsreichen Musikprogramm folgte der Swing «Sweet And Mellow» von Dennis Armitage. Ein weiteres musikalisches Highlight wurde mit «Rag from Aegeri» dargeboten. Die bestens bekannte Komposition von Ivo Huonder, dem ehemaligen musikalischen Leiter der erfolgreichen Blaskapelle «Dorfspatzen Oberägeri».

Traditionellerweise werden die Ehrungen der Musikgesellschaft Trimbach am Frühlingskonzert vorgenommen. So durfte die Präsidentin Beatrice Niederhauser zwei Ehrungen vornehmen, nämlich; die Ernennung von Daniel Schenker für 20 Jahre zum Ehrenmitglied, mit einer Collage und Wein. Sein Vater Erich Schenker, Ehrenmitglied und Vizepräsident, konnte für 40 Jahre aktives Musizieren ebenfalls mit einem Präsent geehrt werden. Nach diesem würdigenden Moment folgte das «Beatles Medley No. 2», welches bekannte Melodien enthielt, angefangen von «She Loves You», All my Loving», «Penny Lane» bis zu «Ob-La-Di, Ob-La-Da».

Getreu ihrem Motto «mit eus fägts immer…!» übernahm die Glugger-Clique Trimbach nach dem ersten Konzertteil den musikalischen Part und sorgten für gute und ausgelassene Stimmung mit ihren Hits, voran mit «Alice im Wallis».

In der anschliessenden Pause konnten Lose gekauft und viele attraktive Preise abgeholt werden. Am Schluss folgte die Nietenverlosung mit drei schönen Preisen.

Ein weiterer musikalischer Leckerbissen folgte im zweiten Konzertteil mit «Singalong», arrangiert von Edrich Sieber. Es waren daraus verschiedene bekannte Melodien zu hören, so «If you knew Susie», «Isle of Capri», «Sally», «Roll out the Barrel» und «Now is the Hour». Das sicher allen bekannten hebräische Volkslied «Hava Nagila» wurde anschliessend zum Besten gegeben. Diese Melodie war ursprünglich ein wortloser chassidischer Niggun und wurde von Abraham Zvi Idelsohn, vermutlich anlässlich der britischen Besetzung Palästinas im Ersten Weltkrieg bearbeitet und mit Worten versehen. Der Titel bedeutet übersetzt «Lasst uns glücklich sein», was im Hier und Jetzt für die Anwesenden als Aufforderung gedacht war. Anschliessend folgte die im Jahr 1911 veröffentlichte Komposition «Alexander’s Ragtime Band» von Irving Berlin.

Der Ehrendirigent Heinz Jäggi, der es erneut verstanden hat, mit der Trimbacher Musikgesellschaft ein ansprechendes Programm zusammenzustellen und mit ihnen einzustudieren, durfte aus den Händen der Präsidentin Beatrice Niederhauser ein Präsent entgegennehmen. Die Ansagen und witzigen Einlagen wurden René Lüthi mit einem Geschenk verdankt. Im weiteren Dank schloss die Präsidentin das Publikum, die Musikantinnen und Musikanten, die Glugger-Clique Trimbach, den Männerkochclub Trimbach, die Unterstützung des Legat Vögeli, sowie den ausgezeichneten Einsatz von Hauswart Remo Steger ein. Zum Schluss wurde «Merci–Grazie–Engraziel Fitg-Danke» von Roger Ender angestimmt. Als Zugaben folgte der Jazz-Marsch «Show time» von Lex Abel und der Marsch «San Carlo» von Oscar Tschuor.

Nach dem Konzertende konnten sich die Anwesenden von weiteren gesanglichen Einlagen der Glugger-Clique und durch die Festwirtschaft verwöhnen lassen. Ein fröhlicher und geselliger Abend fand zur späten Stunde sein Ende.

mgt