Was seit der Rückrunde in der NLB läuft, könnte gemeinhin als Aufstand der Kleinen bezeichnet werden. Stans, Steffisburg, Horgen, die Pfadi Espoirs und teilweise auch Altdorf lehren den vorne Klassierten gleich reihenweise das Fürchten.

Stans fügte dem souveränen Leader Basel sogar die erste Niederlage zu und ist innert etwas mehr als einem Monat vom 14. und letzten Tabellenplatz auf den 9. Rang geklettert. Möhlin, nach der Hinrunde noch im Kampf um einen Podestplatz, musste nun schon die dritte Niederlage seit Wiederbeginn hinnehmen, allesamt gegen Mannschaften, die sich im Abstiegskampf befinden.

Und auch der TV Solothurn musste als Tabellendritter schon in den sauren Apfel beissen. Beim damaligen Träger der roten Laterne, dem TV Steffisburg, setzte es eine deutliche Niederlage ab.

Alle diese «Überraschungen» haben die NLB-Tabelle in den letzten Wochen ordentlich durcheinandergewirbelt, zumindest ab Platz fünf – und hat auch zu einem Zusammenschluss geführt. Eigentlich ist es sogar schwierig geworden, festzustellen, wo das Mittelfeld anfängt und wo die Abstiegs-Gefahrenzone.

Gleich acht Mannschaften befinden sich ab Platz sieben innerhalb von nur sechs Punkten. Auf der Sonnenseite dieser acht Teams findet sich der jetzige Gegner und Lokalrival, der HS Biel. Mit 17 Punkten halten die Aufsteiger bisher alle Sorgen sehr souverän auf Distanz.

Offene Rechnung aus dem Hinspiel

Noch ein paar Punkte mehr auf seinem Konto hat der TVS, nämlich deren 21. Und wer sich etwas mit Zahlen auskennt, dem fällt sogleich auf, dass dies nicht unbedingt ein stolzes Polster ist.

Den dritten Rang mussten die Solothurner nach den zwei Niederlagen in Folge wieder an den TV Möhlin abtreten und punktgleich lauern die Jungkadetten auf den nächsten Ausrutscher der Ambassadoren. Jedoch muss auch erwähnt werden, dass das Derby gegen Biel ein Nachtragsspiel ist, alle restlichen Teams haben eine Partie mehr gespielt.

Und auch aus einem anderen Blickwinkel ist der Match gegen die Seeländer ein Nachtragsspiel. Denn je nach dem wie nachtragend die Bieler sind, würden sie mit dem TV Solothurn sicherlich gerne noch eine Rechnung begleichen. Das Hinspiel vor Bieler Publikum war aus Sicht der Berner nämlich ein Desaster.

Gleich mit 11 Toren Differenz wurden sie von einem unwiderstehlichen TVS abgefertigt. Wie so viele Mannschaften in der NLB hat sich auch der HS Biel im Laufe der Saison noch verstärkt und scheint nun vor allem in der Offensive wesentlich sicherer als noch vor dem Jahreswechsel. So blickt man beidseitig gespannt einem Derby auf Augenhöhe entgegen. An Emotionen wird es auf jeden Fall wie immer in diesen Duellen nicht fehlen.