Am Samstag, 15. Mai, um 1400 Uhr haben sich die Mitglieder der IG WINDLAND im Gemeindesäli der Gemeinde Remetschwil zusammengefunden.

Der Nachmittag war geprägt von einem kurzen, offiziellen und einem längeren informellen Teil, der für den technischen Vortrag und den Jahresbericht des Präsidenten Christof Merkli genutzt wurde. Mit Harley Jetzer ist der Vorstand mit einem Elektroingenieur verstärkt worden. Er ersetzt Bruno Reinhard, der aus beruflichen Gründen eine Zeit lang etwas kürzer treten will. Die Politik einer wahrheitsorientierten aber auch selbstkritischen Informationspolitik gegenüber der Bevölkerung wurde damit gefestigt. Der Vorstand und der Präsident wurden einstimmig gewählt/wiedergewählt.

Die IG WINDLAND hat im vergangenen Jahr die bestehende Informationsbasis weiter ausgebaut. Das Netzwerk zu Politikern, Parteien und anderen Verbänden wurde stark ausgebaut. Direkte Kontakte zu Journalisten wurden intensiv dazu genutzt, die in den Medien bisher verbreiteten Falschinformationen zu den Wirkungen von Windkraftanlagen zu korrigieren. Aktuelle Probleme mit dem Windpark bei St. Brais zeigen einer breiten Bevölkerung das offensichtliche Versagen einer Energiepolitik auf Bundesebene, die auf alle erdenklichen erneuerbaren Energieformen abstützen will, selbst wenn diese keinerlei Nutzen für die Menschen bringt.

Entwicklungen in ganz Europa zeigen, dass die geforderten Mindestabstände von 1'500 Metern zu Windkraftanlagen notwendig sind und dass auf einer Mindestwindgeschwindigkeit von 6m/s Wind aus ökonomischen Gründen bestanden werden muss. Dies und alle weiteren gut dokumentierten Forderungen sollen in der Revision des kantonalen Richtplanes Aargau berücksichtigt werden.

IG WINDLAND setzt schon früh klare Akzente für Raumplanung für Windkraft

Bereits im letzten Sommer 2009 und in mehreren Revisionen hat die IG WINDLAND dem Kanton seine fundierte Kenntnis der Problematik zum Bau von Windkraftanlagen in Schutzgebieten und in der Nähe der Wohnsiedlungen zur Verfügung gestellt. Das Dokument "Vorschläge Raumplanung für Winkraftanlagen im Aargau" kann auf unserer Homepage heruntergeladen werden.

Erinnerung an die Petition vom Mai 2009

Die direkt betroffene Bevölkerung des Windparks Heitersberg hat sich zu 80% klar GEGEN die Industrialisierung des Naherholhungsgebiets Heitersberg ausgesprochen. Diese Willensäusserung wird von den Initianten des Windparks weiterhin ignoriert. Vorstudien der Vogelwarte Sempach zum Heitersberg, die "mit Problemen rechnen", werden tunlichst den Schubladen, aber sicher nicht der Bevölkerung und den Medien überlassen. Das schöne Bild der imaginären Weltenrettung durch Windkraft muss mit allen Mitteln aufrecht gehalten werden.

Auch in der restlichen Schweiz tätig

Die IG WINDLAND hat in verschiedenen Projekten auch gesamtschweizerisch Einfluss genommen. So arbeitet sie Hand in Hand mit den Oppositionsgruppen im Bernbiet, Fribourg und dem Jurabogen zusammen. Hier ist man erst im Aufbau, kann aber schon über erste Erfolge auf Bundesebene verweisen. Die Mindestwindgeschwindigkeit, die vom BFE für einen ökonomischen Betrieb notwendig ist, wurde auf Grund der starken Opposition auf immer noch ungenügende 5,5 m/s erhöht. Dies ist ein rein politischer Wert, der offensichtich auf die geplanten Projekte im Emmental abgestimmt wurde und als Vorbereitung auf die zukünftig geforderte Erhöhung der Subventionen auf 23 Rappen pro KW/h Strom verstanden werden muss. 
Die involvierten Funktionäre des Bundesamtes für Energie können sich dem direkten Einfluss der Windradlobby nicht entziehen. Die Energieverordnungsrevision von Februar 2010 wurde in mindestens einem Punkt an die Bedürfnisse der Windradlobby angepasst. Mit fatalen Folgen für die Opposition gegen den Windpark Heitersberg.
Die beteiligten Stellen des BFE entpuppen sich je länger je mehr als Komplizen und Handlanger einer rein profitorientierten Wirtschaftslobby, die die Bedürfnisse der Bevölkerung mit Füssen tritt. Internationale Investoren werden mit teuren Studien und hohen Subventionen zum Bau von Windkraftanlagen gelockt. Die komplett untaugliche Umsetzung des deutschen EEG in das schweizerische KEV belegt eine Blindheit gegenüber der Realität, die nur mit idealistischer Verwirrung erklärt werden kann. Die Verantwortlichen sollten SOFORT ersetzt werden. Denn, dass die Windkraftlobby mitten im Bundesamt sitzt, ist ein unhaltbarer Zustand.

Im Fall der Gemeinde Rochefort ist der Sitz des Windkraftunternehmens TourNEvent SA einfachheitshalber gleich in der Gemeindekanzlei untergebracht. So können ideale Synergieeffekte zu Gunsten des freien Unternehmertums gefunden werden. Für Bewilligungsverfahren zu Bauten der Firma kann für die Eingabe und die Bewilligung der selbe Kopierer verwendet werden. Und möglicherweise auch die gleiche Unterschrift.

Demonstrationen gegen Windkraft in Berlin

In Deutschland, wo in der Vergangenheit die gleichen Sünden begangen wurden, wie sie die offizielle Schweiz nun wiederholen will, ist die Opposition nicht mehr zu überhören. Hier wurden Milliarden von Euro in eine Technologie investiert, die auch unter den besten Verhältnissen wie in Deutschland nicht funktioniert. Die IG WINDLAND ist fest entschlossen, diese Fehler für den Heitersberg und den ganzen Aargau zu verhindern. Die aktuellen Studien zum EEG (Vorbild unserer KEV) belegen KEINEN nachhaltigen Effekt auf Arbeitsplätze, Stromversorgung und Klimawandel durch die Windkraftanlagen.

Grosse Show

Es ist alles nur eine grosse Show für wenige Profiteure. Die Stromkonsumenten bezahlen diese fragliche Unterhaltung und bekommen dafür lediglich - ein teuer bezahltes, unwirksames aber gutes Gewissen.