MB.) Am Freitag Abend um 20 Uhr tagte die Generalversammlung der Freischützengesellschaft Oberlunkhofen in der Schützenstube der Regionalschiessanlage Lunkhofen. Nach 52 Jahren hat sich Fähnrich Walter Bürgisser durchgerungen seine Demission einzureichen. Schweren Herzens verfasste er seinen Abschiedsbrief in dem er vermerkte, dass er viele schöne aber auch tragische Erlebnisse gehabt habe. Als Geschenk wurde ihm ein Gutschein vom Kellerämterhof und die von ihm während 52 Jahren mit Achtung getragene Vereinsfahne in Miniatur übergeben. Obwohl Walter mit dem aktiven Schiessport aufhören musste, drehte er dem Verein nie den Rücken zu. Bei jeder Gelegenheit war er da und packte an, wenn es etwas zu tun gab. Das ist es, was den treuen Vereinskameraden ausmacht. Die Versammlung dankte dem Abtretenden mit einer langen „Standing Ovation" und tosendem Applaus. Zu seinem Nachfolger wurde Alain Maître gewählt. Tagespräsident Guido Brumann konnte alle weiteren Mitglieder in ihren Aemtern bestätigen lassen.

Präsident Marcel Brumann durfte 23 der 48 Vereinsmitglieder begrüssen. Von sechs Personen gingen Entschuldigungen ein. Der Rest des Vereins interessierte sich vermutlich mehr für die Olympiade. Nach 2 Stunden waren die 15 Traktanden behandelt und man konnte sich dem kulinarischen Teil widmen. Einiges an Gesprächsstoff brachte die Eröffnung eines Sanierungsfonds für die Schützenstube der RSAL. Die 1500 Franken wurden genehmigt. Ebenfalls längere Diskussionen gab der Vorschlag des Vorstandes die Kosten für die Lizenz der Mitglieder in diesem Jahr aus der Vereinskasse zu finanzieren. Dies weil das Eidgenössische Schützenfest wieder einmal im eigenen Kanton abgehalten werde. Man will damit erreichen, dass der Verein mit einer grösseren Teilnehmerzahl nach Aarau pilgern kann, und dass die Schützenfestbesuche in unserer Region mit einer Anzahl besucht werden kann, die eine Rangierung möglich macht. Die Finanzierung der Lizenz wurde an die Bedingung geknüpft, dass die Schützen mindestens die kleine Meisterschaft zu erfüllt haben. Wer diese Resultate nicht bringen kann, der wird im Herbst eine Rechnung für die Lizenz erhalten.

Die budgetierten Mehrausgaben im vergangenen Jahr von rund 3500 Franken konnten auf 1300 Franken reduziert werden. Im neuen Vereinsjahr muss wieder mit einem negativen Saldo von über 5000 Franken gerechnet werden. Dies weil keine grösseren Einnahmen anfallen werden.

Im Anschluss an die Versammlung gab es noch einige gesellige Gespräche in der Schützenrunde. Der neu gewählte Fähnrich Alain Maître offerierte das feine Dessert. Es gab Vacherintorte bestückt mit der Vereinsfahne. Das Kaffi danach wurde vom neu gewählten Gemeinderat Urs Bürgi übernommen. Die beiden hatten sich mit dieser Geste für ihr Fernbleiben entschuldigt.

Text für Foto: Präsi Marcel Brumann übergibt Minivereinsfahne und Gutschein an den scheidenden Fähnrich Walter Bürgisser