Die SP Obersiggenthal erachtet beide Kandidaten als fähig, die Gemeinde Obersiggenthal zu leiten. Sie will aber bei dieser  Wahl kein Präjudiz für ein Teilzeitamt und favorisiert aus diesem Grund Dieter Martin, der zur Verfügung steht, bis die neue Ausgangslage geklärt ist.  

Die SP Obersiggenthal hat beide Kandidierenden für das Amt des Gemeindeammanns zu einer Anhörung eingeladen. Beiden wird attestiert, dass sie über die Voraussetzungen und Fähigkeiten zur Verwaltung der Gemeinde Obersiggenthal verfügen. Beide Kandidaten teilten den Standpunkt der SP, dass die Sparzitrone ausgepresst ist und dass die Standortattraktivität von Obersiggenthal erhalten bleiben muss. Dazu gehören auch der Erhalt des Schwimmbades und der Bibliothek. Beide Kandidaten stehen dafür ein, dass einnahmenseitige Massnahmen unumgänglich sind und sie wollen sich auch klar gegen das OASE-Konzept des Kantons (Martinsbergtunnel) einsetzen. Das Hearing hat in den für die SP wichtigen Sachfragen keine zentralen Unterschiede zu Tage gefördert.

Allerdings sind nach Einschätzung der SP auch die besonderen Rahmenbedingungen dieser Wahl zu beachten: Zur Wahl steht nicht nur die Person des Gemeindeammanns, sondern indirekt auch die Ausgestaltung dieses Amtes als Vollamt. Über diese konzeptionell wichtige Frage hat die Gemeinde noch nicht entschieden; die Auslotung der Vor- und Nachteile steht politisch im Einwohnerrat noch bevor. Mit der Wahl von Linus Egger würde hier ein Vorentscheid getroffen, war und ist er doch eine treibende Kraft für die Teilzeitlösung. Dieter Martin steht hingegen – im Vollamt - bewusst nur bis zur Klärung dieser Grundsatzfrage zur Verfügung. Danach wäre ein Neuanfang möglich. Aus dieser Sicht erscheint Dieter Martin Garant dafür, dass diese Diskussion in der nötigen Tiefe geführt werden kann und dass danach die Ausgangslage für die künftige Führung der Gemeinde neu beurteilt werden kann. Hauptsächlich aus diesem Grund unterstützt die SP Obersiggenthal Dieter Martin zur Wahl.