Frühlingskonzert Brass Band Kappel

Am Sonntag, 29. April 2018 begrüsste die Brass Band Kappel bekennende Musikfreunde zum alljährlichen Frühlingskonzert. Trotz schönstem Frühlingswetter fanden zahlreiche Musikfreunde den Weg in die Mehrzweckhalle in Kappel.

Unter der Leitung von Oliver Waldmann eröffnete die Brass Band mit dem Stück Sound of Emmental von Fritz Rickli das Konzert. Nach dem Marschauftakt erfreute man das Publikum mit „Böhmische Liebe“, einem weiteren klassischen Blasmusikstil, der Polka. Dies wurde auch von Simon Lerch, der durch das vorabendliche Konzert führte, dem Publikum nähergebracht, indem er die verschiedenen eingesetzten Stilmittel erklärte und zum Teil sogar vorführte. Mit „Ich vermisse dich“, oder wie im Original „Io senza te“, versuchte die Brass Band ähnlich zu begeistern, wie dies Peter, Sue & Marc am Eurovision Song Contest 1981 gelang, wo sie damit den vierten Schlussrang erreichten. Der erste, vorwiegend mit Schweizer Musikliteratur gespickte Teil, wurde mit der traditionellen Birewegge Polka weitergeführt. Danach kam das Publikum in den Genuss des Duetts „Träne“ von Francine Jordi, verkörpert durch Julian Wyss am Cornet, und Florian Ast, vertreten durch Matthieu Renggli am Euphonium. Nach der vom Publikum geforderten Zugabe schloss die Brass Band den ersten Teil mit der beschwingten Schanfigger Bauernhochzeit von Hannes Meyer ab.

Die traditionellen Nussgipfel und feine Getränke sorgten für eine gute Pausenstimmung bei den Konzertbesuchern. Mit „Trouble in the Air“ fanden die Musikanten tröpfchenweise wieder auf der Bühne zusammen. Danach ertönte „Patsy“ für einmal nicht im Radio aufgeführt von der Brass Band Kappel, sondern Live in der Mehrzweckhalle. John Ewbank, der Komponist von „Rood“, forderte danach alle Musikanten mit einigen Taktartenwechseln und anspruchsvollen Tonfolgen. Aber nicht nur er wusste wie man das Publikum mit einer Komposition fesseln kann. Auch Christoph Walter bewies dies mit „A Salute From Lucerne“, welches als Eröffnungsfanfare für das Eidgenössische Musikfest 2006 in Luzern diente und die Brass Band als Nächstes zum Besten gab. Mit „Sennesinger“ versuchten sich die Musikanten gegen Ende des Konzerts auch noch in der Jodlersparte. Zum Abschluss des Konzerts trug die Brass Band „Calling Cornwall“ von Goff Richards vor. Nach den schönen melodiösen Klängen aus der britischen Grafschaft Cornwall County, forderten die Zuhörer die Brass Band noch eine Zugabe. Diesen Wunsch erfüllte ihnen die Brass Band mit „Alperose“ von Polo Hofer. Da die Zuhörer auch nach diesem Stück die Hoffnung auf einen zusätzlichen musikalischen Vortrag mit Applaus Ausdruck verliehen, beschloss die Brass Band das Konzert mit der Schiffsfeger-Polka von Benny Rehmann. Damit wurde der musikalische Teil des Abends abgeschlossen. Danach konnten sowohl das Publikum als auch die Musikanten mit einer feinen Wurst und etwas Gutem zu Trinken den Sonntag ausklingen lassen. (BLE)

(Foto: Heinrich Lienhard)