Gerade noch rechtzeitig vor dem Kälteeinbruch konnten die Mäh- und Pflegearbeiten beim Schiibestandweiher durchgeführt werden. Für viele Insekten und lichtliebenden Pflanzen wurde damit die Konkurrenz reduziert.

Wie alle Jahre wurden Ende August die Pflegearbeiten rund um den Schiibestandweiher erledigt. Dazu hat der Natur- und Vogelschutzverein Unterentfelden eingeladen; und die Helferinnen und Helfer kamen in Scharen. Nach fünf Viertelstunden waren die Arbeiten grösstenteils erledigt. Weil die maschinellen Mäharbeiten bereits eine Woche zuvor durchgeführt wurden, konnte das Schnittgut gut abtrocknen, was die Arbeit um einiges erleichterte. 

Der Schiibestandweiher befindet sich im ehemaligen Kugelfang des Scheibenstandes von Unterentfelden. Nachdem die Schiessanlage aufgegeben wurde, konnte im Jahre 1991 der Scheibenstand in einen Weiher umfunktioniert werden. Fünfzehn Jahre später wurde der Folienteich totalsaniert. Die Folie wurde entfernt und durch Einbringen von Opalinuston konnte ein „natürlicher“ Teich geschaffen werden. Wegen der Schwermetallbelastung des Gebietes gilt seit jeher die Auflage, dass das Schnittgut weder verfüttert noch abtransportiert werden darf. Aus diesem Grund wird das Heu im angrenzenden Waldrand deponiert. Diese Heuhaufen bieten einerseits Schutz für Kleinlebewesen. Andererseits stören sie auch nicht, da sie allmählich verrotten.

In letzter Zeit ist vermehrt Schilf, das von oben in Richtung Weiher herunterwandert, festzustellen. Damit der Weiher nicht von Schilf eingewachsen wird, bemüht sich der Verein, bereits im Juni die jungen Pflanzen mit der Sense zu schneiden, um ihnen die Kraft zu nehmen. 

Der Schnitt und das Entfernen des Grases sollen gewährleisten, dass der südexponierte Hang auch in Zukunft mager bleibt. So können sich vor allem Pflanzen vermehren, die magere Böden und offene Flächen lieben. Damit kann die Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren in Unterentfelden erhalten und sogar vergrössert werden.

Wie bei allen Arbeitseinsätzen kam am Ende der gemütliche Teil mit Bräteln beim Fritzebrünneli nicht zu kurz.