Ringerstaffel

Freiämter Ringer besiegen Willisau

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Die Ringerstaffel Freiamt hat die Finalserie gegen Willisau ausgeglichen und einen dritten, entscheidenden Kampf erzwungen. Das Heimrecht allerdings gab sie unnötig aus den Händen

Verkehrte Welt unmittelbar nach dem Matchende: Da feierten die Willisauer ihren Schlusskämpfer Marco Riesen (74 kg Freistil), während die Freiämter wie gelähmt in ihrer Ecke standen. Es dauerte einen kleinen Moment, bis auch ihre Fans Stimmung machten. Mit gutem Grund: die Mannschaft von Marcel Leutert hatte die wichtigste Aufgabe erfüllt, Willisau besiegt und einen dritten Finalkampf erzwungen.

Verhängnisvolle Schulterniederlage
Es war ein Kraftakt - und hatte gleichwohl einen Schönheitsfehler. Denn Ivan Krons Schulterniederlage gegen Marco Riesen brachte Willisau von 20:13 noch auf 20:17 heran. Und entriss Freiamt das Heimrecht für den entscheidenden Finalkampf. Nach der 18:22-Startniederlage hätte man dazu einen Sieg mit fünf Punkten Differenz benötigt. Die Finalentscheidung fällt am kommenden Samstag nun in Willisau (19 Uhr, BBZ). „Das ist natürlich schade", meinte Freiamts Präsident Ralf Bucher. „Das wichtigste aber war unser Sieg."

Willisaus angriffslustige Aufstellung
Dass dachten sich auch die Einheimischen unter den 1700 Zuschauern und feierten ihre Ringer am Ende doch noch frenetisch. Die hatten zuvor eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt. Gegen ein Willisau, das eine angriffslustige Aufstellung gewählt hatte. So waren Thomas Bucheli (84 statt 96 kg) und Marco Riesen (74 statt 84 kg) jeweils eine Gewichtsklasse tiefer angetreten. Diese taktische Massnahme zeigte bei Bucheli (3:0-Erfolg über Sandro Vollenweider) und bei Riesen im letzten Kampf seine Wirkung.
Ansonsten aber waren die Freiämter die bessere Mannschaft. Sie verdienten sich den Sieg mit sechs Siegen in zehn Kämpfen: Jewgeni Miagki (55 kg G) und Christian Huwiler (66 kg F) gewannen wie erwartet sicher, Beat Theiler (84 kg G) überzeugte im für ihn ungewohnten griechisch-römischen Stil mit seinem Kampfgeist und Reto Bucher, aus taktischen Gründen bis 96 Kilogramm Greco aufgestellt, hatte Felix Arnold trotz Gewichtsunterschied im Griff.

Strebel und Vollenweider machen den Ausgleich perfekt
Den Grundstein zum Freiämter Erfolg legten aber zwei ganz Junge: Pascal Strebel (20) und Dennis Vollenweider (19). Wie Strebel das Duell der Schweizer Nachwuchshoffnungen für sich entschied, war schlicht klasse. „Eine riesen Überraschung", meinte auch Willisaus Präsident Werner Bossert. Sie ebnete Freiamt den Weg zum Sieg. Dennis Vollenweider machte diesen mit dem Punktsieg gegen Altmeister schliesslich perfekt.
Nicht ganz überraschend kommt es damit, wie schon in den letzten vier Jahren, zu einem dritten Finalkampf. „Wir haben unsere erste Chance genützt", sagte Trainer Marcel Leutert. „Am Samstag kommt die nächste." Für beide die Letzte. (pst)


RS Freiamt - RC Willisau 20:17 (11:8)

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