Am diesjährigen Finalwochenende gelang Freespeed Basel ein Steigerungslauf bis auf den Thron des Schweizer Herren-Ultimate. Trotz verhaltenem Start konnten weder die Flying Colors aus Oberkirch noch die verletzungsgeschwächten Crazy Dogs Stans den Routiniers aus Basel das Wasser reichen. So stand dem Klassiker des Schweizer Herren-Ultimate für Sonntagnachmittag nichts mehr im Wege. Zum nun 15. Mal in Folge standen sich Freespeed und die Flying Angels Bern im Finale gegenüber.

Basel-Coach Martin Jenny konnte mit seinem 28 Mann starken Kader aus dem Vollen schöpfen. Ein taktischer Kunstgriff gelang ihm mit den zwei Verteidigungslinien, die die Offensive der Berner abwechselnd bearbeiten konnten. Dieser Trumpf stach bereits beim Stand von 1:1, als die Angriffslinie der Angels zwei Breaks in Folge hinnehmen musste. Basel konnte diesen Vorsprung letztendlich bis zum Spielende verwalten und gewann nach hochklassigem Spiel 15:13. Basel-Veteran und Kenner der Szene Ary Vaistij brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: «Bei uns war heute mehr Herz und mehr Feuer.»

In der bisher turbulenten Saison war dieser Erfolg nicht gerade absehbar, zumal Freespeed sich den Bernern in der Vorrunde – mit 9:15 – deutlich geschlagen geben musste. Auch bei den zwei Heimniederlagen auf dem Landhof im Frühling konnten die Basler spielerisch kaum Eindruck hinterlassen. Doch dass inzwischen einiges passiert ist und auch die Youngsters aus der eigenen Nachwuchsabteilung spielerisch voll im Team angekommen sind, daran hat der neue/alte Schweizermeister am Sonntag keinen Zweifel gelassen.