Baden, 21. April 2015 – Der Verein frauenaargau schliesst das vergangene Vereinsjahr mit einer positiven Bilanz ab – nicht nur finanziell, sondern auch, was die Mitglieder betrifft. Der Verein freut sich über eine stetig steigende Mitgliederzahl. Im Anschluss an den statutarischen Teil, las die Badener Historikerin und Autorin, Corinne Rufli, aus ihrem Buch «Seit dieser Nacht war ich wie verzaubert».

Im Familienzentrum Karussell an der Haselstrasse 6 in Baden lud der Verein frauenaargau ihre Mitglieder erst zum Apéro. Gestärkt ging es in den statutarischen Teil. Speziell begrüsst wurde der neu eingetretene Verein der Zurzibieter Frauen.

Der Jahresbericht erläuterte wie vielseitig der Verein tätig war – überall dort, wo es im Aargau um Frauenanliegen geht. Der Runde Tisch, an dem der Verein zweimal jährlich alle Aargauer Frauenorganisationen vereint, ist eine Erfolgsgeschichte, sind doch mittlerweile mit einer Ausnahme auch alle Parteien vertreten. Das Co-Präsidium, Connie Fauver und Sandra-Anne Göbelbecker, wurde einstimmig bestätigt und freut sich darauf, den engagierten Verein ein weiteres Jahr zu leiten.

Als nächsten Anlass führt der Verein die jährliche Frauentagung durch und freut sich über viele Teilnehmerinnen, die am Samstag, 30. Mai den Weg ins Grossratsgebäude nach Aarau finden. Titel der Tagung 2015 ist «Glück & Glamour – wofür bezahlen wir?». Dr. Eva Herzog beginnt den Vormittag mit einem Inputreferat zum Thema «Zahlen machen Spass!». Die darauf folgende Podiumsdiskussion geleitet von Andrea Vetsch, SRF, beleuchtet das Thema von verschiedenen Perspektiven. Neben Eva Herzog diskutieren Schwester Benedikta, Eremitin aus der Verenaschlucht und Marianne Wildi, CEO der Hypothekarbank Lenzburg. Am Nachmittag stehen zwölf abwechslungsreiche Workshops zur Auswahl.

Informationen, Tagungsprogramm und Anmeldemöglichkeit sind auf der Homepage www.frauenaargau.ch aufgeschaltet.

Im Wahljahr 2015 unterstützt frauenaargau aktiv das «Projekt Frauen wählen» der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen EKF.

Auch mehr als 40 Jahre nach der Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechts sind die Frauen im Parlament deutlich untervertreten. Ihr Anteil beträgt aktuell: Ständerat 19,6% (9 von 46 Sitzen und im Nationalrat 31.0% (62 von 200 Sitzen). Das muss sich ändern.

Gemeinsam mit anderen Frauenorganisationen möchte frauenaargau erreichen, dass am 18. Oktober 2015 mehr Frauen an die Urne gehen und mehr Frauen ins Parlament gewählt werden.

Einblicke in die Lebensgeschichten von frauenliebende Frauen über 70

Historikerin und Autorin, Corinne Rufli, las im Anschluss aus ihrem Buch, «Seit dieser Nacht war ich wie verzaubert» vor. Die Schicksale der porträtieren Frauen sind, so unterschiedlich sie auch sein mögen, alle sehr berührend, die Offenheit, mit der die Frauen aus ihrem Leben berichteten und die Sorgfalt, mit der Rufli die mündlich erzählten Geschichten niederschrieb, beeindruckten die Zuhörerinnen.