Dem Kreditbegehren über Fr. 165'000 für die Einführung von Blockzeiten für die 1. bis 5. Klasse Schule Windisch für die Jahre 2011/12 und 2012/13 wird zugestimmt, da wir die Umsetzung für unsere Gemeinde als notwendig, sinnvoll und zeitgemäss erachten. Wir werden jedoch einen Zusatzantrag einreichen, welcher eine „humane" Kostenbeteiligung für die Randstundenbetreuung fordert. Der Ausbau Zürcherstrasse/Abschnitt Königsfelden mit Kosten von Fr. 514'500 wird befürwortet. Die Erstellung eines Buswartehauses mit geplanten Kosten von Fr. 80'000 wird abgelehnt. Es wird die Vorlage einer kostengünstigeren Variante erwartet. Dem Verpflichtungskredit für eine an und für sich gelungene künstlerische Kreisel-Gestaltung mit einem gemeindebezogenen Kostenanteil von max. Fr. 150'000 wird, vor allem aus finanziellen Gründen, eine Absage erteilt. Die Kreditabrechnung Sanierungen Schulanlagen, welche Minderaufwände von rund Fr. 277'000 ausweist, wird genehmigt, wobei man sich bewusst sein muss, das noch nicht realisierte Arbeiten bspw. bei den Kindergärten nachgeholt werden müssen. Dem Kreditbegehren für die geplante Sanierungsleitung Lindhof / Anschluss an das Wasserreservoir Chapf mit Kostenfolgen von Fr. 260'000, abzüglich rund Fr. 95'000 zu erwartende Beiträge Grundeigentümer, wird zugestimmt. Der gemeindeeigene Kostenanteil über Fr. 50'000, bei Gesamtprojektkosten von total Fr. 538'000, für einen vorgeschriebenen und insgesamt wertvollen ökologischen Ausgleich (im Zusammenhang mit dem Bau Dreifachturnhalle Müllimatt und Aaresteg) wird befürwortet.

Die Motion Eigentümerstrategie EW - mit 32 Ja-Stimmen ohne Gegenstimme überwiesen - forderte den Gemeinderat auf, dem Einwohnerrat die Grundlagen zur Beschlussfassung über eine zukunftsorientierte (Eigentümer) - Strategie für die Elektrizitätsversorgung Windisch zu unterbreiten, mit dem Ziel einen wesentlichen Beitrag an die Sanierung der Gemeindefinanzen zu leisten und eine effiziente und wirtschaftliche Stromversorgung langfristig sicherzustellen. Die Motion verlangte die Prüfung einer möglichen Veräusserung an eine lokale oder regionale Gesellschaft sowie Varianten bezüglich Umstrukturierung oder Rechtsformänderung. Wir würdigen die Grundlagen im vorliegenden Bericht zur Motion, wundern uns aber sehr über die Aussage, dass sich der Gemeinderat gegen eine Umstrukturierung oder Rechtsformänderung stellt. Dies hinterlässt den Eindruck, dass in Windisch Geldverdienen mit einem zukunftsorientierten Betrieb verpönt ist. Wir vermissen auch den Unternehmergeist in der EW-Kommission, den Gemeinderat in dieser Angelegenheit zu unterstützen und aus dem heute schon profitablen Eigenwirtschaftsbetrieb ein noch rentableres Unternehmen zu machen, jedoch nicht über den Strompreis sondern mit innovativen Produkten und Dienstleistungen. Bezüglich Gemeindefinanzen können wir zwar sehen, dass der Bilanzfehlbetrag ausgeglichen und neue Eigenmittel geschaffen wurden, die Schulden aber nur leicht auf 26 Mio. Franken abgenommen haben. Bei einem Steuerfuss von gegenwärtig 118 %, resp. sogar gemäss Finanzplan 2010 - 2018 möglichen 123 % und prognostizierten höheren Schulden kann aber immer noch nicht von gesunden Gemeindefinanzen die Rede sein.

Die Motion Zonenplanänderung wird abgelehnt, da diese mit einer kantonalen Vernehmlassung Richtplanänderung sowie mit einem geplanten gemeinsamen Vorhaben einer regional bedürfnisgerechten und kostengünstigeren Zonenplanänderung der Gemeinde Windisch und der Stadt Brugg (in den Jahren 2012 / 2013) kollidiert. Zudem könnten bereits projektierte Entwicklungen im Gebiet „Winkel" beeinträchtigt werden. (mga)