FDP.Die Liberalen Aarau

FDP. Die Liberalen Aarau am traditionellen Herbstanlass im Kernkraftwerk Gösgen-Däniken

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Mit der Exkursion ins Kernkraftwerk Gösgen-Däniken wurde ein politisch aktuelles Thema zur Energieversorgung und Lagerung von radioaktiven Abfällen theoretisch und praktisch mit einer vierstündigen Führung durch den Betrieb des Kernkraftwerks auf eindrückliche Art vermittelt. Die Mitglieder der FDP.Die Liberalen Aarau hatten einen spannenden und lehrreichen Anlass.

Am Freitag 29. Oktober 2010 folgten die Mitglieder der FDP.Die Liberalen Aarau der spannenden Einladung zur Exkursion ins Kernkraftwerk Gösgen. Nach der Fahrt nach Däniken, der Betriebstandort ist in der Gemeinde Däniken, folgte der Rundgang in zwei Programmteilen.

Der erste Teil beinhaltete das Besucherinformationszentrum. Dort folgten Themen der Rohstoffgewinnung des Uranerzes und der Verarbeitung zur Brennstofftabletten aus Urandioxid mit dem spaltbaren Uran. Im weiteren wird umfassend die Stromproduktion mittels Dokumentationen und Modellen dargestellt und das aktuelle Thema der Tiefenlagerungen radioaktiver Endprodukte aus der Stromproduktion, der Industrie und der Medizin ausführlich aufzeigt. Die Produktionsfaktoren des Kraftwerks sind Reaktor, Dampfturbinen und Maschinenraum, Transformatoren, Kondensatoren und Kühlturm. Nach dem informativen Teil wurden die Betriebsbereiche Maschinenhaus, Kommandozentrale und Kühlturm besichtigt. Ebenso wurden die mehrfach abgesicherten Sicherheitssysteme erläutert und die jährliche Revision erklärt.

Im zweiten Teil folgte die Besichtigung des Reaktorgebäudes. Nach dem Tenuewechsel startet der Rundgang unter den strengen Strahlenschutzbestimmungen mit dem Augenschein des Zwischenlagers für schwach- bis mittelaktive Betriebsabfälle: wie eine Bohrmaschine die in der Revision zum Einsatz kam und deshalb mit radioaktiven Substanzen Kontakte hatte, behandelt und gelagert wird. Als nächstes betrat man über die Unterdruckschleuse das Reaktorgebäude. Eindrücklich war die Sicht auf die unter Wasser zwischengelagerten ausgebrannten Brennelemente, die hier bis zu vier Jahre abkühlen. Des weitern hatte man einen Blick auf die massive Betonabdeckung des Reaktors, wo die Kernspaltung die Wärme zur Dampfgewinnung erzeugt.

Nach der annähernden vierstündigen technischen Führung wurde der Anlass mit einem ganz natürlichen Apéro geschlossen. Die Exkursion zeigte eindrücklich, dass die Kernenergie ein wichtiger Teil unserer Stromversorgung ist und bleibt. Die Versorgung unserer Gesellschaft mit allem Angenehmen und Bequemen muss kurz- bis mittelfristig auf bestehenden Technologien fortgeführt werden, ohne dabei die möglichen Alternativen zu vernachlässigen. (coe)

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