NATURSCHUTZVEREIN

Exkursion mit dem Natur- und Vogelschutzverein Frick ins Reusstal

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Unter kundiger Führung von Gottfried Hallwyler (BirdLife Aargau) besuchte der Natur- und Vogelschutzverein Frick (NVVF) das von der Reuss gebildete Wasservogelreservat Flachsee bei Unterlunkhofen.

Unter kundiger Führung von Gottfried Hallwyler (BirdLife Aargau) besuchte der Natur- und Vogelschutzverein Frick (NVVF) das von der Reuss gebildete Wasservogelreservat Flachsee bei Unterlunkhofen. Dank der Reusstalmelioration vor 24 Jahren entstand dort ein 43 ha grosses Reservat von nationaler Bedeutung. Aus Streugebieten kann Einstreu für die Kühe bezogen werden. Das anschliessende Rottenschwiler Moos umfasst 34 ha. Ein nach englischem Muster erbautes schmuckes Hide kann als Aussichtspunkt mit Blick auf das Naturschutzgebiet begangen werden, sonst ist das Schutzgebiet für Menschen gesperrt.
G. Hallwyler erklärte den interessierten Exkursionsteilnehmern auch die Problematik der Höckerschwäne und Graugänse. Wegen einer Ueberpopulation, die durch ihre Exkrete die Felder verunstaltete, entstehen jährliche Schadenersatz-Ansprüche von 10‘000 bis 15‘000 Fr. Mit zwei Schildern „Bitte nicht füttern" wird versucht, den Ueberbestand zu reduzieren.
Auf den von Menschen aufgeschütteten Inseln wachsen Pionierpflanzen und sind im Sommer regelmässig Flusssregenpfeifer anzutreffen. Am Exkursionstag beobachteten die Teilnehmer Tauchenten wie Reiherente, Tafelente und Gänsesäger und Schwimmenten wie Stockenten, Schnatterente, Krickente und Löffelenten. Ein Habicht auf Warte auf der Insel erfreute alle sehr. Auch andere Vögel wie Graureiher, Buntspecht, Kohl- und Blaumeise, Grünfink, Rostgans wurden beobachtet. Die teilweise gejagte Rostgans wird im Flachsee genau von einem Aufsichtsdienst täglich kontrolliert und gemeldet. Auch der aus noch nicht geklärten Gründen stark im Abnehmen begriffene Feldspatz konnte gesehen werden. Sogar ein Silberreiher stand im Fernrohr und Feldstecher zum Betrachten bereit.
Das Problem der Mittelmeermöwen erläuterte G. Hallwyler mit dem sehr expansiven Verbreitungsdrang und dadurch Verdrängen von andern Vogelarten. Bereits existieren in der Schweiz 700- 800 Brutpaare der Unterart der Silbermöwen. „An der Vervielfachung des Bestands im Mittelmeerraum und an der Expansion nach Mitteleuropa ist aber vor allem der Mensch schuld. Dank Müllhalden und Fischereiabfällen hat die Art einen ganzjährig reich gedeckten Tisch" (Vogelwarte Sempach).
Anschliessend an die Exkursion gab es eine feine Pizza bei gemütlichem Zusammensitzen und begeisterter Austausch der letzten Beobachtungen wie Brachvogel in Frick! (Pbi)

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