Lejon Zäziwil war von der ersten Sekunde bereit. Der Ball befand sich mehrheitlich auf der Seite der Baslerinnen, jedoch an den Stöcken der Bernerinnen. Etliche Chancen liessen die Gastgeberinnen ungenutzt. In dieser Phase wurden dann auch endlich die Baslerinnen wach und konnten eine Balance in die Partie bringen.

In der 13. Spielminute erzielte das Team aus Basel das 0:1. Auch die Lejons konnten nun eine Chance verwerten. Vor der Drittelpause konnten die Baslerinnen vorlegen und mit einem 1:3-Vorsprung in die Pause gehen.

Der Start des 2. Drittels gestaltete sich turbulent. Die Gäste vermochten innerhalb von nur sechs Minuten ihre Führung auf 1:6 ausbauen! Was für ein verrückter Spielverlauf. Nach einem Time-Out der Gastgeberinnen war klar, dass die Lejons die Absicht hatten, wieder aufzudrehen. Dieses Vorhaben konnten die Bernerinnen auch tatsächlich in Tore umwandeln und bis zur Drittelspause auf 4:7 verkürzen.

Ein absehbarer Einbruch

Nun schwanden die Kräfte auf Seite der Baslerinnen zusehends. Kein Wunder bei einem Kader, das aus nur zehn Feldspielerinnen bestand. Dieser absehbare Einbruch war in der 53. Spielminute auch auf der Anzeigetafel sichtbar, die nun ein Unentschieden anzeigte. Die Baslerinnen legten aber noch einmal nach und hielten diese erneute Führung bis in die letzten Spielminuten.

In der wahrscheinlich ereignisreichsten Minute der Partie ging es dann Schlag auf Schlag: Zuerst erzielten die Bernerinnen den Ausgleichstreffer, was für die Baslerinnen wie ein Schlag ins Gesicht war. Doch dann kam es noch dicker für die Gäste: 10 Sekunden vor Schluss gingen die Lejons sogar in Führung. Gesenkte Köpfe bei den Baslerinnen, Siegesjubel bei den Bernerinnen.

Siegreich in der Verlängerung

Noch aber waren zehn Sekunden zu spielen! Dank der neuen Bully-Regel kamen die Baslerinnen in Ballbesitz. Die Uhr tickte unaufhörlich dem Spielende entgegen, als N. Mosimann zu S. Kramer passte und diese den Ball eiskalt versenkte. 59:58 zeigte die Anzeigetafel. Nun ging es doch noch in die Verlängerung beim Spielstand von 9:9.

Die Baslerinnen hatten offensichtlich nicht mehr viel Energie, jedoch wurden sie von der Euphorie des Ausgleichstreffers angetrieben. Die Partie war jetzt extrem hektisch und beide Teams kamen zu hochkarätigen, aber ungenutzten Chancen. Erst in der 66. Spielminute beendete Kesälä die Partie siegreich für die Basler.

Am nächsten Wochenende geht es mit einer Doppelrunde weiter. Am Samstag spielen die Baslerinnen gegen die FB Rider um 17:00 Uhr in der Sandgrube.