Der Tennisclub Rheinfelden durfte an der 88. ordentlichen Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Vereinsjahr mit Rekordzahlen zurückblicken. In der ersten vollen Spielzeit im modernisierten TCR-Clubhaus erweist sich die neue Infrastruktur als Publikumsmagnet.

Knapp eineinhalb Jahre sind vergangen, seit sich der Tennisclub Rheinfelden über die Realisierung des neuen Clubhauses im Engerfeld mit grosszügigen Garderoben- und Restaurantbereichen freuen durfte. Zusätzlich wurde auch die veraltete Beleuchtung in der dreiplätzigen Tennishalle erneuert. Der Umbau war ein bedeutender Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Insgesamt wurden rund 1,54 Millionen Franken in die Modernisierung investiert, wie aus der endgültigen Baukostenabrechnung hervorgeht.

Bemerkenswert, dass dieses Projekt durch den TC Rheinfelden ohne Bezug von öffentlichen Geldern - abgesehen von den ordentlichen Sport-Toto-Zuwendungen - gestemmt wurde. Dies ist eine Folge des erfolgreichen Geschäftsgangs in der jüngeren Vergangenheit. Im abgelaufenen Vereinsjahr bewegten sich die Zahlen ebenfalls auf einem erfreulichen Niveau. Auf Seiten der Einnahmen wurde die magische Grenze von 400‘000 Franken geknackt, was sich auf neue Bestwerte im Bereich der Hallenvermietung zurückführen lässt. Dabei zahlt sich neben den unbeschränkten Reservationsmöglichkeiten für Nicht-Mitgliedern auf allen Plätzen auch die Einführung eines modernen Online-Reservationssystems aus. Immer wieder sind neue Spieler aus der gesamten Nordwestschweiz auf der Anlage zu begrüssen, die die unkomplizierte Buchung von preiswerten Tennisplätzen in Rheinfelden zu schätzen wissen.

Bei den Aufwendungen der vorgelegten Jahresrechnung war erfreulicherweise eine Halbierung der Heizkosten zu verzeichnen - dank dem energie-effizienten Clubhaus-Neubau. Im Gegenzug sind die Hypothekarzinsen naturgemäss signifikant angestiegen. Aber auch trotz grossen Abschreibungen von rund 83‘000 Franken durfte an der TCR-Mitgliederversammlung schliesslich noch ein Gewinn im hohen vierstelligen Bereich präsentiert werden. Im neuen Budget wird wieder ein ähnliches Ergebnis erwartet - mit zusätzlichen Ausgaben im Bereich des Anlagenunterhalts, denn der Vereinsvorstand hat kürzlich eine Teilsanierung seiner vier Aussenplätze mit Sandbelag im kommenden Frühjahr beschlossen, um noch bessere Platzverhältnisse für alle Tennisfreude aus der Region sicherstellen zu können.

Im Vorstand kam es zu zwei Mutationen: Anina Früh beendete ihre Tätigkeit in der Vereinsführung nach acht Jahren. Zuerst war sie als Juniorenobfrau tätig, ehe sie seit 2011 ihre Arbeit als Spielleiterin weiterführte. Letztgenannte Funktion wird zukünftig vom bisherigen Platzchef Gustav Frutig bekleidet. Auch Amanda Bisig legte ihr Amt als Juniorenobfrau nach vier Spielzeiten aus beruflichen Gründen nieder. Ab sofort steht die grosse TCR-Nachwuchsabteilung (mit rund 120 Junioren) unter der Leitung von Giovanni Califano. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Peter Haller (als Präsident), Ueli Rieder (Finanzchef), Alan Caley (Senioren), Ursina Früh (J&S-Coach) und Patrick Haller (Presse/Internet) wurden allesamt unter grossem Applaus wieder gewählt. Zudem konnte die zuletzt vakante, nicht in den Vorstand integrierte Position im Bereich "Marketing/PR" mit Thorsten Treppke besetzt werden.

Auch im Clubleben sollen neue Impulse gesetzt werden. So wird ein "Club de Mardi" ins Leben gerufen, der das gemeinschaftliche Tennisspielen an allen Dienstagabenden in der Sommersaison fördern soll. In einer ungezwungenen Atmosphäre sollen so neue Mitspieler gefunden werden. Zudem sollen auch andere Clubanlässe in einem veränderten Gewand durchgeführt werden, um neue Gesichter dafür zu begeistern; schliesslich sind die Vereinsverantwortlichen trotz der positiven Entwicklung in den letzten Jahren weiterhin bestrebt, den grössten Tennisclub im Fricktal mit voller Kraft voranzubringen.