Nach dem eher enttäuschenden Unentschieden gegen Solothurn in der Vorwoche ging die Reise diesmal in die schöne Innerschweiz. Die NLB-Handballer des TV Möhlin waren beim Tabellenzehnten aus Emmen zu Gast. Die Heimmannschaft von Trainer Heinz Fuhrimann war erst auf diese Saison hin in die zweithöchste Spielklasse aufgestiegen. Entsprechend ist das Saisonziel auch der Klassenerhalt.

Die Anfangsphase war geprägt von gegenseitigem «Abtasten». Beim TV Möhlin merkte man, dass sie sich auf eine solide Defensive konzentrieren wollten. Dies war auch nachvollziehbar, da man im letzten Spiel gegen Solothurn zu viele Lücken zu gelassen hatte. Aber auch die Innerschweizer wollten in der Defensive nichts anbrennen lassen, wusste man doch um die offensiven Qualitäten der Mölmer.

Der Spielstand von 6:6 nach fünfzehn gespielten Minuten war nur die logische Konsequenz. Dann erhielten zuerst Maurice Meier und kurze Zeit später Sebastian Kaiser jeweils eine Zweiminutenstrafe. Und obwohl man dadurch lange dezimiert war, kassierten die Fricktaler kein Gegentor. Im Gegenteil, man erzielte sogar drei Tore und führte plötzlich 6:9. Wobei das Tor zum 6:9 durch Manuel Csebits eines der Marke Kurios war: Csebits schoss aus dem Rückraum, von dort prallte der Ball vom Bein des Heimtorhüters an den Innenpfosten. Anstatt ins Tor kullerte der Ball entlang der Torlinie wieder Richtung Torhüter. Dieser realisierte dies zum Glück für den TV Möhlin zu spät und beförderte den Ball unfreiwillig mit der Wade endgültig ins eigene Tor.

Trotz drei Pfostentreffern innerhalb kurzer Zeit liessen sich die Innerschweizer nicht entmutigen und boten dem TV Möhlin weiterhin Paroli. Bis zur Halbzeit liessen sie den Gegner nicht weiter enteilen und so ging man mit einem Resultat von 11:13 für die Fricktaler in die Pause. Schon jetzt waren sich die Zuschauer sicher, dass das Spiel bis zum Schluss spannend bleiben würde. Und sie sollten Recht behalten!

Schon früh in der zweiten Halbzeit kassierten Lucian Halmagyi und Yannick Lang jeweils ihre zweiten Zweiminutenstrafen. Neben diesen beiden und Sebastian Kaiser waren nun drei Spieler vom Ausschluss bedroht. Dies erleichterte die Aufgabe für die Mannschaft von Trainer Jürgen Brandstaetter nicht. Emmen wusste dies zu nutzen und erzielte nach einem schön herausgespielten Konter den Ausgleich zum 16:16 (38. Minute). Es wurde sich nichts geschenkt und so ging es immer wieder hin und her. Tore aus dem Rückraum und vom Flügel wechselten sich auf beiden Seiten ab. Zweieinhalb Minuten vor Schluss stand es 26:27 für den TV Möhlin. Ein Schuss von Emmens Fabian Häberli prallte von der Unterkatte der Latte wieder ins Spielfeld. Glück für den TV Möhlin- das wäre der Ausgleich gewesen. Im Gegenzug konnte Patrick Vizes zum 28:26 einnetzen. Dies markierte dann auch den Schlussstand, da keine Mannschaft mehr ein Tor erzielten konnte. So schraubten die Mölmer ihr Punktekonto auf neu 16 und kletterte auf dem dritten Tabellenrang.

Der TVM zeigte eine solide Leistung und konnte verdient die zwei Punkte mit nach Hause nehmen. Mit seinen neun Toren erwies sich Patrick Vizes wieder als Torgarant. Aber auch Handball Emmen kann trotz der knappen Niederlage auf der gezeigten Leistung aufbauen. Sollten sie diese Leistung regelmässigt zeigen, ist der Klassenerhalten ein realistisches Unterfangen.