Jeglicher Lärm von Seiten der Zuschauer ist während dem Spiel verpönt. Nur ein dezenter Applaus, und das immer erst nach einem erfolgreichen Stoss ist erlaubt. An diesem Wochenende wurde um die Schweizer Meistertitel in drei Disziplinen gekämpft. Lokalmatadoren vom Snookerclub Basel machten an vorderster Front mit. 

In der Disziplin 6-Reds werden, wie der Name schon sagt, anstatt der üblichen 15 nur 6 rote Kugeln verwendet. Das bedeutet, dass oft schon ein einziger Fehler den Verlust eines Frames bedeuten kann. Am besten kam mit dieser kurzen Distanz der Basler Julian Serradilla zurecht.

Snooker-Queue defekt

Nachdem er im Halbfinal den zweimaligen Schweizermeister in der Disziplin Einzel, Stefan Schneider aus Aarau besiegt hatte, gewann er auch den Final gegen Mike Toth aus Islikon TG in überzeugender Manier. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass er dabei seinen deutlich dickeren Pool-Billard-Stock verwendete, weil sein gewohntes Snooker-Queue defekt war, was die Aufgabe zusätzlich erschwerte. Einen Frame gewann er sogar mittels fehlerlosem Abräumen des ganzen Tisches in einer einzigen Aufnahme. 

In der Disziplin Team bilden jeweils zwei Spieler (plus ein Reservespieler) eine Mannschaft. Die Begegnungen verlaufen wie beim Tennis im Davis-Cup, mit je zwei Einzel-Duellen, einem Doppel und falls nötig, nochmals zwei Einzel-Begegnungen. Junya Ogasawara und Julian Serradilla (mit Ersatzspieler Chatthong Neff) aus Basel hatten erfolgreich das Halbfinale erreicht, wo sie jedoch gegen die starken Romands Jonni Fulcher und Risto Väyrynen mit 1:4 verloren.

Zwei Medaillen für Basel

Der Sieg in der Disziplin ging dann allerdings an Marvin Losi (Grenchen) und Luis Vetter (Güttingen). Mit dem erkämpften 3. Platz hatten die Basler somit die zweite Medaille in die Region geholt. 

In der Disziplin Einzel trumpften die Romands gross auf. Glyn Atherton holte den Meistertitel der B-Liga, während Titelverteidiger Jonni Fulcher aus Genf den Walliser Alain Vergère im Final der A-Liga bezwang und damit erneut Schweizermeister wurde. 

Nach der letzten erfolgreich versenkten Kugel wurde dann die Stille gebrochen und die Gewinner der verschiedenen Disziplinen gebührend gefeiert.